VW: Pläne zur Cariad-Sanierung sollen noch vor Weihnachten stehen
VW-Chef Oliver Blume skizziert einen Zeitplan für die Konzerntochter Cariad.
Foto: ReutersDüsseldorf. Bei Volkswagens Softwaretochter Cariad ist die Stimmung derzeit auf einem Tiefpunkt. Grund sind Medienberichte von Ende Oktober über einen Stellenabbau. Demnach könnten 2000 der 6000 Jobs in dem Unternehmen wegfallen.
In einer internen Mail hat sich nun Konzernchef Oliver Blume direkt an die Belegschaft gewandt. Auf den möglichen Stellenabbau ab 2024 geht er dabei nicht konkret ein, sondern verweist lediglich auf die vereinbarte Beschäftigungssicherung bis 2025, zu der man weiter stehe.
Stattdessen skizziert Blume einen Zeitplan für die Sanierung der VW-Tochter: Bis zur Weihnachtspause wolle man die „notwendigen Maßnahmen“ mit den Betriebsräten abgestimmt und „in einem Eckpunktepapier“ vereinbart haben. „Dabei steht die Lieferfähigkeit im Vordergrund“, heißt es in dem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt.
Blume ist als Konzernchef Chefkontrolleur der Softwareeinheit. Am Mittwoch hatte sich der Cariad-Aufsichtsrat getroffen, um über die Umstrukturierung des Unternehmens zu beraten. Unterschrieben ist die Mail, neben Blume, auch vom Cariad-Vorstand sowie den beiden BR-Vorsitzenden Stefan Henze und Gerhard Retzer. Ein Unternehmenssprecher wollte das Schreiben auf Anfrage nicht kommentieren.