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FlugverkehrNew Yorks Flughäfen werden für Milliarden Dollar saniert

In die Airports JFK, Newark und Laguardia fließen derzeit immense Investitionen – notwendige Milliarden, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Zur Hauptreisezeit heißt das vor allem: Warteschlangen.Katharina Kort 01.12.2023 - 15:39 Uhr Artikel anhören

Von außen noch pfui, innen bereits hui: Der Laguardia-Airport ist vom Negativbeispiel zu New Yorks Vorzeigeflughafen geworden. JFK und Newark sollen folgen.

Foto: dpa

New York. Amerikas Tor zur Welt ist demoliert. Triste Gänge, dunkel und ohne viel Licht, kaputte Rollbänder, veraltete Toiletten, Chaos: Während rund um Metropolen in der ganzen Welt moderne Flughäfen in anspruchsvollem Design entstehen, sind New Yorks Airports eher Sanierungsfälle als Aushängeschilder. Und das, obwohl sie für Millionen Touristen Zugangspunkt in die USA sind.

Es stand um die Airports John F. Kennedy (JFK), Newark und Laguardia schon mal so schlimm, dass sich sogar die verfeindeten (Ex-)Präsidenten Joe Biden und Donald Trump einig waren. „Wenn ich Sie mit verbundenen Augen nach Laguardia bringe und Ihnen die Binde abnehme, würden Sie denken, Sie sind in einem Dritte-Welt-Land“, sagte Biden noch als Vizepräsident unter Barack Obama. Der New Yorker Trump dehnte den Vergleich im Wahlkampf auf alle drei Flughäfen aus.

Doch die Betreiber begriffen, dass sich etwas ändern muss. So ist der stadtnahe, inneramerikanische Flughafen Laguardia vor allem dank der Investitionen von Delta Airlines inzwischen fast komplett renoviert. Bei den internationalen Flughäfen soll es nun auch vorangehen. Dafür müssen sich Reisende in der Vorweihnachtszeit auf Bagger, Kräne und Umleitungen einstellen.

Auch Ex-NBA-Star Magic Johnson investiert in JFK

„New York ist die Weltstadt schlechthin, da erwartet man auch eine großartige Erfahrung bei der Ankunft. Und die wollen wir bieten“, sagt Gerrard Bushell der Vorstandsvorsitzende von ‚New Terminal One‘.

Seine Gesellschaft baut derzeit in JFK einen komplett neuen Terminal 1, der gleich drei der einst acht Terminals ersetzen soll. 9,5 Milliarden Dollar steckt das Investorenkonsortium in das Projekt, was bei laufendem Flugverkehr gleich neben den alten Terminals entsteht.

Das neue Terminal 1 am Flughafen JFK soll gleich drei alte Terminals ersetzen.

Foto: The Port Authority of New York and New Jersey

Finanziert wird das Ganze mit einer Public-Private-Partnership aus der staatlichen Port Authority, die für Häfen und Flughäfen der Stadt zuständig ist, sowie privaten Investoren. Darunter befindet sich etwa der erfahrene Airport-Investor Ferrovial oder die Basketball-Legende Earvin „Magic“ Johnson über seine Gesellschaft JLC Infrastructure.

Am neuen Terminal eins sollen ab 2026 Fluggesellschaften wie Air France-KLM und Korean Airlines ankommen. „Und wir sind auch für Lufthansa offen“, sagt Bushell. „Unser Terminal wird einen klaren New Yorker Touch haben“, verspricht er.

Neue Lounge am Flughafen JFK.

Foto: PR

Der Manager, selbst in Queens unweit vom JFK aufgewachsen, schwärmt von guten Bagels und Restaurants aus allen Stadtvierteln, „nicht nur aus Manhattan“. Er hofft damit, mit den modernen und modernisierten europäischen Flughäfen mithalten zu können, räumt aber auch ein: „Wir werden nicht an die chinesischen Flughäfen herankommen, weil wir nicht die gleiche staatliche Förderung haben.“

Warteschlangen und Schimpftiraden zur Weihnachtszeit

Auch in die restlichen Terminals der Fluggesellschaften Delta, Jetblue und American Airlines fließen derzeit Milliarden Dollar. Am Flughafen Newark im Westen New Yorks, der schon im Bundesstaat New Jersey liegt, aber wo viele Flieger aus Deutschland landen, ist immerhin schon eines von drei Terminals renoviert worden.

„New York hat die Wende geschafft seit dem Kommentar von Joe Biden über die Dritte-Welt-Flughäfen“, ist der Luftfahrtexperte Henry Harteveldt von der Atmosphere Research Group überzeugt. „Wir werden hier nie die Opulenz von Singapur sehen, aber wir werden bessere, funktionellere Airports sehen.“

Am Airport Newark ist immerhin schon eines von drei Terminals renoviert worden.

Foto: Reuters

Von einem einheitlichen Flughafenerlebnis sei die Metropole dabei zwar weit entfernt. Aber die Situation wird zusehends freundlicher für Touristen. Bestes Beispiel ist der so gescholtene Laguardia-Airport, mit seinen Brunnen, Restaurants und Boutiquen.

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Der Preis, den Reisende für diese Modernisierung in Kauf nehmen müssen, ist gerade in der US-Hauptreisesaison klar: „Lange Warteschlangen“, prophezeit Harteveldt, „am Zoll, an der Passkontrolle, am Airtrain, bei den Taxis und bei Uber. Sie kommen in die größte Stadt der USA, es ist sehr voll und Sie werden viele Schimpfwörter hören.“

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