Studie: Was Daytrader wissen sollten
Wertpapierhändler am Parketthandel der Deutschen Boerse in Frankfurt.
Foto: dapdDüsseldorf. Die Hoffnung, mit dem täglichen Handel von Wertpapieren oder Hebelprodukten reich zu werden, sollten Anleger lieber gleich begraben. Nur ein paar wenige Genies schaffen es, über längere Zeit Geld zu verdienen, ergeben wissenschaftliche Studien aus den USA. Die besten Trader verdienen danach eine Rendite von etwa fünf Prozent im Jahr.
Besonders Brad Barber von der University of California und Experten der University of Chicago haben sich mit den Erfolgschancen beschäftigt und lange Untersuchungsreihen ausgewertet. Daten aus Taiwan, wo Daytrading eine Art Volkssport ist, ergaben, dass die 500 besten von 130?000 Tradern es schafften, im Schnitt 0,2 Prozent Rendite pro Tag zu erzielen, ermittelte Barber. Doch fast 85 Prozent der Trader verloren binnen sechs Monaten Geld.
In speziellen Seminaren vermitteln Trainer gerne den Eindruck, dass sich Daytraden lernen lassen. Doch Amit Seru von der University of Chicago sagt: "Der Lerneffekt durch häufiges Handeln wurde bisher stark überschätzt". Rechne man die vielen Daytrader heraus, die irgendwann das Handtuch schmeißen, weil ihnen Talent fehlt, sei der Effekt eher gering.