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Männer, Mode und Macht Was der Hemdkragen über dich verrät

Der Hemdkragen eines Mannes ist ein Machtsymbol. Denn die mächtigen Männer überlassen ihren öffentlichen Auftritt nicht einfach so dem Zufall, sondern einem modischen Gespür, das entscheidende Statements setzt.
22.08.2012 - 09:31 Uhr 5 Kommentare
Karl Lagerfeld trägt seinen Kragen immer steif. Quelle: dapd

Karl Lagerfeld trägt seinen Kragen immer steif.

(Foto: dapd)

Krawatte, Koffer, Kragen. Wichtige Männer machen keinen großen Aufwand, um Mode und Macht in einen Zusammenhang zu bringen. Dass das in einem Zusammenhang steht, ist aber schon lange bekannt. Denken wir da an Napoleon, der mit seinen avantgardistischen, mutigen Outfits aus feinsten Stoffen seine kapitalistische Gier und den brutalen Größenwahn nur noch stärker kontrastierte. Napoleon gewann - neben Land und Leuten viel Respekt und Ehrfurcht. Ob einem Mann im öden Baumwollkittel gelungen wäre, zum ersten Trendsetter der Moderne zu werden und nebenbei einen Haufen Länder zu erobern?

Die Macht der Mode wurde seit Napoleons (modischem) Siegeszug groß. Nach seinen Seidentüchern waren es Ende des 19. Jahrhunderts provokante Stehkragen, die so genannten Vatermörder, die einen formellen Kleidungsstil unterstrichen und deutliche Signale sendeten: Schaut her, mein Kragen, also hab ich das Sagen.

Und was sagen die Männer von heute? Glücklicherweise schon mal „ne, danke“ zu Seidentüchern und meistens auch zu Stehkragen, aber nach wie vor „ja, bitte“ zu anderen modischen Akzenten.

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    Und die kann man selten so gezielt setzen, wie mit einem Hemdkragen. So unterschiedlich sie in Form und Farbe auch sein können, so klar ist ihre Relevanz im souveränen Gesamterscheinungsbild eines Mannes. In seinem Berufsalltag, aber vor allem in Politik und Wirtschaft.

    Gehen wir doch mal einem exemplarischen Spitzenpolitiker an den Kragen. Wladimir Putin profiliert und repräsentiert sich gern über seine Optik. Wenn er sich nicht gerade mit muskulösem Oberkörper in Poser-Pose beim Angeln ablichten lässt, dann steht er akkurat gestylt im Rampenlicht. Sein Hemdkragen groß, geöffnet, präsent -  ein Zeichen von Autorität, Coolness und Stärke.

    Doch ist es das, was einen mächtigen Mann ausmacht? Ein großer Haifischkragen, der mit den breiten Flächen dominanter Bestandteil eines Businessoutfits ist?  Werden Politiker erst dann einflussreich, wenn sie ihren (finanziellen) Erfolg auf Größe und materielle Qualität projizieren? Oder gar ihre Gegner im Hemdkragen-Duell überbieten?

    Kreative treten meist informeller auf
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    5 Kommentare zu "Männer, Mode und Macht: Was der Hemdkragen über dich verrät"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Mit Verlaub: Ihre Ausführungen zum Thema sind noch nicht einmal oberflächlich!

      Schauen Sie sich einmal Ihre Fotostrecke an. Sie werden dabei feststellen, dass das Erscheinungsbild bekleidungstechnisch hauptsächlich über Anzugschulter und -revers, Hemdenfarbe und -kragen sowie die Krawatte bestimmt wir. Die Harmonie dieser Komponenten unterstützt lediglich das Wichtigste überhaupt: Den Gesichtsausdruck!

      Bevor also jemand über den richtigen Hemdenkragen nachdenkt, sollte er vielleicht an einem gelegentlichen Lächeln arbeiten.

    • Wenn ich einen so faltigen Hals wie Herr Lagerfeld hätte, würde ich auch hohe Kragen bevorzugen. Aber was bitte hat dieser Artikel im Handelsblatt zu suchen? Sommerloch?

    • Kragen hin, Kragen her,
      der alte Lagerfeld wird bald auch im Krematorium landen.
      Wie wir alle, die Gestylten und die Ungestylten.

    • Ausdruck der Kleidung und somit die Übermittlung seines eigenen Narzißmus.. menschlich auf jedenfall unter aller Kanone

    • Bitte veröffentlichen Sie künftig weitere solcher wichtigen Beiträge. Völlig unbeachtet blieben bisher die Auswirkungen von Kämmen und Gürtelschnallen auf das berufliche Fortkommen.

      Wahrscheinlich hat auch niemand untersucht, welchen Einfluss das Unterhemd hat. Oder die Sauberkeit. Friedrich der Große soll am Ende ja recht verlottert gewesen sein. Bringt mich ein solcher Style am Ende etwa doch weiter ? Schreiben Sie bitte darüber.

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