Das Wichtigste in Kürze
- Bitvavo überzeugt neben einer breiten Auswahl an Kryptowährungen auch durch niedrige Handelsgebühren.
- Ein Nachteil kann für manchen Anleger die eingeschränkte Produktvielfalt sein, da die Plattform außer Kryptowährungen keine anderen Anlageklassen wie Aktien oder Edelmetalle führt.
- Als Alternative zu Bitvavo bietet sich Bitpanda an, das mehr Kryptos und noch zusätzliche Features wie Krypto-Sparpläne, Edelmetall-Investments und den Derivatehandel von Aktien und ETFs bietet.
Wer Kryptowährungen kaufen möchte, braucht eine Plattform mit verständlicher App, sicherer Verwahrung und verlässlichen Ein- und Auszahlungswegen. Die niederländische Kryptowährungsbörse Bitvavo hat sich in dieser Hinsicht zu einer der populärsten Handelsplattformen für digitale Währungen in Europa entwickelt.
Mit Handelsgebühren von maximal 0,25 Prozent zählt das Unternehmen zu den günstigen Anbietern im deutschsprachigen Raum und bietet Zugang zu über 400 Kryptowährungen. Bitvavo zieht vor allem preisbewusste Anleger an. Dennoch lohnt sich der Blick auf die Konkurrenz. Denn etablierte Alternativen wie Bitpanda setzen auf andere Stärken, die für Anleger ausschlaggebend sein könnten.
Angebot und Bedienbarkeit
Bitvavo B.V. mit Sitz in Amsterdam wurde 2018 gegründet und ist schnell zu einer der führenden europäischen Kryptobörsen aufgestiegen. Das Unternehmen richtet sich primär an Einsteiger und private Anleger, die einen einfachen Zugang zu digitalen Währungen per Browser und App suchen. Aber auch für erfahrene Trader ist die Plattform interessant, da sie hier von niedrigen Gebühren profitieren.
Bitvavo bietet den Handel von über 400 Kryptowährungen an. Neben Bitcoin und Ethereum sind auch zahlreiche Altcoins verfügbar. Ein attraktives Feature ist das Staking-Angebot. Dabei können Anleger ihre Kryptowährungen aktiv dem Netzwerk zur Verfügung stellen. Dieses Vorgehen dient dazu, die Blockchain zu sichern und Transaktionen zu validieren. Für die Bereitstellung erhalten die Anleger eine Rendite, meist in Form von neu geschaffenen Coins. Die Höhe der Erträge variiert je nach Kryptowährung und den jeweiligen Netzwerkprotokollen.
Die Bitvavo-Benutzeroberfläche ist sowohl auf dem Desktop als auch in der mobilen App sehr benutzerfreundlich gestaltet. Einsteiger finden sich schnell zurecht, da die wesentlichen Funktionen klar und übersichtlich angeordnet sind. Das Portfolio ist einfach einzusehen, und Käufe sowie Verkäufe lassen sich mit wenigen Klicks ausführen. Fortgeschrittene Anleger profitieren von einer detaillierteren Handelsansicht mit erweiterten Chart-Tools und verschiedenen Ordertypen.
Sicherheit und Regulierung
In puncto Sicherheit setzt Bitvavo auf bewährte Mechanismen. Ein Großteil der digitalen Vermögenswerte der Kunden wird in Cold Wallets verwahrt, also offline und geschützt vor Hackerangriffen. Die restlichen Beträge, die für den täglichen Handel benötigt werden, liegen in Hot Wallets. Ein weiterer Sicherheitsaspekt ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), die für jede Transaktion und jeden Login erforderlich ist. Zudem bietet Bitvavo eine Kontogarantie, die bis zu 100.000 Euro Rückerstattung für unbefugten Zugriff und Diebstahl von Geldern deckt.
Bitvavo ist seit Juni 2025 durch die niederländische Finanzaufsicht AFM nach der europäischen MiCA-Regulierung (Markets in Crypto-Assets Regulation) lizenziert. Die Plattform steht dadurch unter strenger EU-Aufsicht und bietet klar geregelte, sichere Dienstleistungen wie Verwahrung, Handel und Transfer von Krypto-Assets im gesamten europäischen Wirtschaftsraum.
Konkurrenzfähige Konditionen
Bitvavo erhebt für den Spot-Handel eine Gebühr von maximal 0,25 Prozent pro Transaktion, die sich bei höheren Handelsvolumina auf bis zu 0,01 Prozent reduzieren kann. Die Staffelung erfolgt über ein Maker-Taker-Modell, wobei Maker-Orders (Limit-Orders) günstiger sind als Taker-Orders (Market-Orders).
Bei den Ein- und Auszahlungen zeigt sich ein gemischtes Bild: Einzahlungen per SEPA, Bancontact und iDEAL sind bei Bitvavo kostenfrei. Andere Zahlungsmethoden wie PayPal (2 Prozent), Kreditkarte (1 Prozent) oder Sofortüberweisung (ca. 2,25 Prozent), verursachen Gebühren, bieten dafür aber schnelle Verfügbarkeit. Auszahlungen auf Bankkonten sind bei Bitvavo gebührenfrei.
Damit positioniert sich Bitvavo im Vergleich zu anderen europäischen Börsen im oberen Mittelfeld. Bitvavo ist günstiger als traditionelle Broker, aber nicht ganz so preiswert wie große internationale Börsen wie Binance. Insgesamt aber gehört Bitvavo zu den kostengünstigsten regulierten Krypto-Börsen für europäische Nutzer.
Positive Erfahrungen mit Bitvavo
- Niedrige Gebühren: Nutzer loben die klare Gebührenstruktur und die im Vergleich zu anderen Anbietern sehr geringen Handelsgebühren. Die kostenlose Ein- und Auszahlung von Euro wird häufig als großer Vorteil genannt, der unnötige Kosten vermeidet.
- Umfangreiches Krypto-Angebot: Viele Anleger sind zufrieden mit der großen Auswahl an Kryptowährungen. Sie schätzen die Möglichkeit, nicht nur in die größten Coins, sondern auch in zahlreiche Altcoins investieren zu können, was eine breitere Diversifizierung ermöglicht.
- Attraktives Staking-Angebot: Die Möglichkeit, durch Staking passives Einkommen zu generieren, findet bei vielen Anlegern Anklang. Die Erträge werden als attraktiv und das Angebot als gut in die Plattform integriert wahrgenommen.
- Intuitive Bedienbarkeit: In Bewertungsportalen loben Trader regelmäßig die benutzerfreundliche Gestaltung der Plattform. Gerade Einsteiger schätzen die übersichtliche Darstellung und die einfache Navigation sowohl in der Web- als auch in der mobilen Version.
- Zügige Transaktionsabwicklung: Viele Kontoinhaber berichten von schnellen Ein- und Auszahlungen, die selten länger als 24 Stunden dauern. Besonders die Abwicklung von Banküberweisungen funktioniert reibungslos.
- Sparplan-Funktionalität: Sparer schätzen die Möglichkeit, über automatische Sparpläne regelmäßig in Kryptowährungen investieren zu können und vom Cost-Average-Effekt zu profitieren.
Kritikpunkte
- Ausländische Regulierung: Ein Manko ist für manchen Anleger das Fehlen einer Regulierung durch die deutsche BaFin. Bitvavo steht unter niederländischer Aufsicht. Etliche Anleger bevorzugen eine Plattform, die direkt in Deutschland lizenziert ist, um von einem höheren Maß an lokaler Aufsicht zu profitieren.
- Mangel an zusätzlichen Produkten: Immer wieder bemängeln Kunden das Fehlen von Derivaten und weiteren Finanzprodukten. Erfahrene Trader, die mehr als nur Kryptowährungen kaufen und verkaufen wollen, empfinden das Bitvavo-Angebot als zu begrenzt.
- Probleme bei Ein- und Auszahlungen: Vereinzelt berichten Nutzer über Verzögerungen bei SEPA-Überweisungen, die in manchen Fällen länger dauern als die beworbenen Zeiten. Auch Auszahlungslimits werden als störend empfunden. In Einzelfällen kam es zu lange blockierten Abhebungen.
- Fehlende Einlagensicherung: Im Gegensatz zu traditionellen Banken gibt es bei Bitvavo keine gesetzliche Einlagensicherung für Euro-Guthaben. Obwohl die Bitvavo-Kontogarantie einen gewissen Schutz bietet, ist sie nicht mit der Einlagensicherung bei klassischen Banken vergleichbar.
Bitvavo versus Bitpanda: Wer hat das bessere Angebot?
Während sich Bitvavo also auf das Wesentliche konzentriert – den recht günstigen Handel mit Kryptowährungen – gibt es im europäischen Markt zahlreiche Alternativen, die mit einem breiteren Angebot punkten. Eine davon ist Bitpanda, ein österreichisches Unternehmen, das sich als eine der größten Investmentplattformen in Europa etabliert hat.
Bitpanda stellt eine interessante Alternative zu Bitvavo dar, weil das Unternehmen über eine deutsche BaFin-Lizenz verfügt und mehr als den reinen Kryptowährungshandel anbietet. Zudem stehen hier über 650 Krytowährungen zur Verfügung.
Bitpanda wurde 2014 in Wien gegründet und zählt zu den etabliertesten Kryptobörsen Europas. Das Unternehmen hat sich auf den deutschsprachigen Markt spezialisiert und bietet neben Kryptowährungen auch Derivate auf Aktien und ETFs sowie Edelmetalle, Rohstoffe und Krypto-Indizes an.
Hinzu kommen weitere Features wie Sparpläne sowie eine Visa-Debitkarte, die beim Bezahlen im Alltag wie eine normale Bankkarte funktioniert, indem sie automatisch Kryptowährungen, Aktien oder Edelmetalle in das benötigte Geld umwandelt.
Tipp: Auf Bitpanda Fusion (hier geht es zum ausführlichen Testbericht) sind die Preise auch vergleichsweise niedrig!
Bitvavo und Bitpanda im Direktvergleich
| Vergleichskriterium | Bitvavo | Bitpanda |
|---|---|---|
| Kostenstruktur | sehr niedrige Gebühren (max. 0,25 % Taker-Fee) transparente, separate Gebühren gestaffelte Gebühren je nach Handelsvolumen | Gebühren auf der Standardplattform: 0,99 % für Bitcoin + variabler Spread (Altcoins bis 2,49 %) Günstiger ist Bitpanda Fusion: gestaffelte Maker- und Taker-Gebühren von 0,02 % bis max. 0,25 % nach Handelsvolumen + Spread |
| Produktauswahl | ausschließlich Kryptowährungen mehr als 400 Coins und Token Fokus auf reinen Krypto-Handel | breitere Produktpalette mehr als 650 Kryptowährungen, Aktien, ETFs und Edelmetalle ermöglicht Diversifizierung auf einer Plattform |
| Regulierung | Regulierung durch die niederländische Zentralbank (DNB) Europäische MiCA-Lizenz | Regulierung durch die deutsche BaFin Lizenz als Wertpapierfirma |
| Benutzerfreundlichkeit | sehr intuitive, übersichtliche App klar strukturiertes Interface für Einsteiger und Profis | benutzerfreundliche Plattform All-in-One-Lösung für verschiedene Anlageklassen, Einsteiger und Profis |
| Webseite | bitvavo.com/de | bitpanda.com/de |
Stand: Oktober 2025
Welche Plattform eignet sich für wen?
Die Wahl zwischen Bitvavo und Bitpanda hängt von den individuellen Prioritäten ab.
Bitvavo eignet sich besonders für kostenbewusste Anleger, die regelmäßig handeln und von den niedrigen Gebühren profitieren möchten. Die große Auswahl an Kryptowährungen macht die Plattform für experimentierfreudige Investoren interessant, die auch in kleinere Altcoins investieren wollen.
Bitpanda hingegen richtet sich an Anleger, die Wert auf zusätzliche Services und regulatorische Sicherheit durch die BaFin-Lizenz legen. Zudem ist die Auswahl an Digitalwährungen hier größer. Die Möglichkeit, neben Kryptowährungen auch in Aktien, ETFs und Edelmetalle zu investieren und zudem eine Krypto-Debitkarte zu nutzen, macht das Angebot besonders für solche Nutzer attraktiv, die eine All-in-One-Lösung suchen. Mit Bitpanda Fusion sind zudem ebenfalls verhältnismäßig niedrige Gebühren angesagt.
Einsteiger, die Wert auf deutschsprachige Lernmaterialien legen, sind bei Bitpanda besser aufgehoben. Nutzer, die eine einfache und kostengünstige Handelslösung bevorzugen, werden mit Bitvavo glücklicher. Auch Vieltrader sollten Bitvavo im Blick haben, da sich die Gebührenersparnis beim Traden über längere Zeit erheblich summieren kann.
Häufig gestellte Fragen zu Bitvavo
Bitvavo hebt sich durch die Kombination aus niedrigen Gebühren und europäischer Regulierung ab. Zudem unterliegt Bitvavo der strengen Aufsicht der niederländischen DNB. Die Plattform richtet sich gezielt an den europäischen Markt und unterstützt SEPA-Überweisungen ohne zusätzliche Kosten. Im Vergleich zu anderen regulierten europäischen Börsen sind die Gebühren deutlich niedriger. Zusätzlich punktet Bitvavo mit einer großen Auswahl von über 400 Kryptowährungen, die auch kleinere und neuere Projekte umfasst.
Ja, Bitvavo eignet sich gut für Krypto-Neulinge. Die Plattform hat eine intuitive Benutzeroberfläche, die auch ohne Vorerfahrung verständlich ist. Die Handelsgebühren sind transparent dargestellt und es gibt keine versteckten Kosten, was für Einsteiger wichtig ist. Allerdings sollten Anfänger bedenken, dass die Plattform weniger Bildungsressourcen bietet als manche Konkurrenten. Für den ersten Kontakt mit Kryptowährungen ist eine gründliche Einarbeitung in die Grundlagen des digitalen Handels empfehlenswert.
Bitvavo setzt auf bewährte Sicherheitsstandards der Krypto-Branche. Der Großteil der Kundenbestände wird in Cold Storage offline verwahrt, was sie vor Online-Angriffen schützt. Zusätzlich ist eine Zwei-Faktor-Authentifizierung verfügbar. Die Plattform unterliegt der Aufsicht der niederländischen Finanzaufsicht DNB. Dennoch gilt wie bei allen Kryptobörsen: Für langfristige Investitionen größerer Beträge sollten Nutzer eine eigene Hardware-Wallet in Betracht ziehen.
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