ETF: Themenfonds werden immer beliebter – Warum Anleger vorsichtig sein sollten
Für vermeintliche Zukunftstrends zahlen Anleger oft einen hohen Preis.
Foto: Imago, Getty Images [M]Frankfurt. Trendthemen wie erneuerbare Energien, Blockchain oder Sportwetten ziehen immer mehr Anlegerinnen und Anleger an. In Europa hat sich das Vermögen aktiv und passiv gemanagter Aktienfonds mit einer thematischen Ausrichtung in vier Jahren vervierfacht: von 72 auf über 283 Milliarden Euro. Das geht aus einer Studie der Beratungsfirma Cerulli Associates hervor, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.
Allerdings zahlen die Anleger für die vermeintlichen Zukunftstrends oft einen hohen Preis. Wer auf Themen wie Blockchain und Cloud-Computing setzte, machte in diesem Jahr bislang mehr als 30 Prozent Verlust. Produkte für Kryptowährungen fielen sogar mehr als die Hälfte. Auch langfristig ist die Bilanz der Themenfonds schlecht, wie Zahlen der Fondsresearchfirma Morningstar zeigen.
Problematisch ist bei Anlegern oft das Timing ihrer Investments. Erfahren Sie im Folgenden, warum Sie mit Themenfonds eine dreifache Wette eingehen – und dabei häufig verlieren.
„Themenfonds sind vor allem in Europa populär“, berichtet Fabrizio Zumbo von Cerulli Associates in London. Der Großteil der 283 Milliarden Euro steckt mit 249 Milliarden Euro in aktiv verwalteten Fonds. Doch die börsengehandelten Indexfonds (ETF) sind relativ stärker gewachsen und kommen nun auf 34 Milliarden Euro. „Die Angebote konzentrieren sich meist auf Zukunftstechnologien oder den Klimawandel oder beides gleichzeitig“, erkennt Zumbo.