Geldanlage: Was die US-Zölle für Ihr Depot bedeuten
Frankfurt, München. US-Präsident Donald Trump hat Ernst gemacht. Die nun angekündigten Zölle übertreffen nach Ansicht von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, die schlimmsten Befürchtungen. „Donald Trump stellt die Welthandelsordnung der vergangenen Jahrzehnte infrage“, sagt der Ökonom.
So soll vom 5. April an nicht nur ein Basiszoll von zehn Prozent auf alle Importe in die USA gelten, sondern ab 9. April wird es nach Ankündigung des US-Präsidenten noch höhere Zölle für einige der größten Handelspartner geben. Für Waren aus der EU sind es 20 Prozent, für Waren aus Japan 24 Prozent. Für China sollen zusätzliche Zölle von 34 Prozent gelten – zusätzlich zu den bereits für China verhängten 20 Prozent.
Zahlreiche Länder haben bereits Gegenzölle angekündigt. So gab China am Freitag bekannt, ab dem 10. April zusätzliche Zölle in Höhe von 34 Prozent auf Waren aus den USA zu erheben.
Die US-Zölle seien der Beginn eines Handelskriegs, sagt Reinhard Pfingsten, Chefanlagestratege der Apobank. „Die Unsicherheit für Unternehmen der letzten Wochen ist damit nicht verschwunden, sondern sie bleibt“, sagt Pfingsten. „In unserem Portfolio werden wir den Aktienanteil senken, um Risiko rauszunehmen.“
Ob und wie Investorinnen und Investoren jetzt handeln sollten, hängt indes stark vom jeweiligen Anlagehorizont und der persönlichen Risikobereitschaft ab. Was bedeuten die neuen Zölle konkret für Anleger und ihre Depots? Das Handelsblatt beantwortet dazu die wichtigsten Fragen.