Späte Fed-Zinssenkung?: Warum Pimco auf Bonds mit langer Laufzeit in Europa setzt
Frankfurt. Nach den starken US-Arbeitsmarktdaten hält es Andrew Balls, Chefstratege für globale Anleihen der Allianz-Tochter Pimco, für möglich, dass die Zinswende in den USA später startet als von den Märkten erwartet. Bislang rechnen sie damit, dass es im Juni so weit sein wird. Auch die Zahl der erwarteten Zinssenkungen könne geringer ausfallen. „Um bei den erwarteten Zinsschritten zu bleiben, braucht es schon noch eine Abschwächung am US-Arbeitsmarkt“, sagte der Investor im Gespräch mit dem Handelsblatt. Pimco verwaltet fast 1,9 Billionen Dollar.
In seinem Brief an die Aktionäre warnte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon bereits am Montag, dass die Inflation, aber auch die Zinssätze wegen der hohen US-Staatsausgaben noch für längere Zeit auf erhöhtem Niveau verharren könnten. Die größte US-Bank habe daher Pläne für Zinssätze zwischen acht und zwei Prozent entwickelt.