Analyse: Die Dax-Historie zeigt, welche Strategien jetzt Erfolg an der Börse versprechen
Die Sommerzeit ist an der Börse wegen ihrer häufigen Kurseinbrüche gefürchtet.
Foto: dpaDüsseldorf. Die traditionell beste Zeit an der Börse ist mit dem April zu Ende gegangen. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Seit dem Jahresstart ist der deutsche Leitindex Dax um fast 15 Prozent gestiegen. Nur sechs Mal begann das Frankfurter Börsenbarometer ein Jahr besser seit der Auflage des Indexes im Jahr 1988.
Ungewöhnlich ist, dass der Dax deutlich besser läuft als der US-Leitindex Dow Jones, der seit Jahresbeginn nur um knapp drei Prozent zugelegt hat. Beachtenswert ist auch, dass der deutsche Index schon jetzt stärker gestiegen ist als in einem gesamten durchschnittlichen Börsenjahr: Zum Jahresende liegt das Plus im Schnitt bei unter zehn Prozent.
Ist es also aufgrund der erneuten Unruhe um die Regionalbanken in den USA und angesichts der bevorstehenden Zinsentscheide der Notenbanken Zeit, am Markt auszusteigen und Gewinne mitzunehmen? Um sich einer Antwort anzunähern, hat sich das Handelsblatt die gesamte Dax-Historie angeschaut. Daraus lassen sich fünf Erkenntnisse ableiten.
1. Dax: Schwacher April ist kein Problem
Der April ist eigentlich der stärkste Börsenmonat: Im Schnitt steigt der Dax in diesem Zeitraum um 2,8 Prozent – die durchschnittliche Performance der restlichen Monate liegt lediglich bei 0,6 Prozent. In diesem Jahr konnte der Dax die Erwartungen im April aber nicht ganz erfüllen. Zwar baute er im Monatsverlauf sieben Mal sein Jahreshoch aus und legte auf Monatssicht um 1,9 Prozent zu, doch stieg der Index in der Vergangenheit in 15 von 34 Fällen stärker.