Börsenmantel: Bürovermieter WeWork geht über Spac BowX an die Börse
Die Firma hatte 2019 schon einmal kurz vor einem Börsengang gestanden und war damals mit fast 47 Milliarden Dollar bewertet worden.
Foto: ReutersNew York. Der Bürovermieter WeWork nimmt über einen leeren Börsenmantel (Spac) einen neuen Anlauf zum Börsengang. Das US-Unternehmen habe sich mit dem Spac BowX Acquisition Corp auf eine Fusion verständigt, wie WeWork am Freitag mitteilte. Dabei werde WeWork mit rund neun Milliarden Dollar bewertet.
Die Firma hatte 2019 schon einmal kurz vor einem Börsengang gestanden. Damals war das schnell wachsende Unternehmen das wertvollste Start-up der USA, mit einer Bewertung von 47 Milliarden Dollar. Doch das Geschäftsmodell überzeugte die Wall-Street-Investoren damals nicht. Zudem wuchs die Kritik am exzentrischen Management-Stil seines Gründers Adam Neumann. Großaktionär Softbank musste das Start-Up letztlich mit Milliardenspritzen retten.
Im letzten Jahr verpasste die Coronakrise dem Unternehmen einen weiteren Dämpfer. WeWork und vielen anderen Co-Workinganbietern brach das Geschäft weg. Konkurrent Knotel musste letztendlich Insolvenz anmelden.
Um doch noch aufs Parkett zu gelangen, sprang WeWork zuletzt auf den Trend zu Börsengängen über leere Unternehmenshüllen auf. Diese Special Purpose Acquisition Companies (Spac) sind börsennotierte Unternehmen, die zunächst kein eigenes Geschäft haben. Ihr Ziel ist es, ein anderes Firmen durch eine Fusion an die Börse zu bringen. Das in den USA boomende SPAC-Geschäft ist inzwischen ins Visier der Aufsicht SEC geraten.