ETF: Europa ist zurück – die wichtigsten Unterschiede bei europäischen Aktien
Anleger können europäische Aktienindizes wie Euro Stoxx und Co. über verschiedene ETFs kaufen.
Foto: dpaFrankfurt. Zehn Jahre lang stand der europäische Aktienmarkt im Schatten der US-Börsen, doch das hat sich geändert. Europäische Titel haben seit Anfang Oktober US-Aktien geschlagen. Seit Mai bröckelt der Vorsprung zwar etwas, doch Kapitalmarktstrategen wie Tilmann Galler von JP Morgan Asset Management sind überzeugt: „Europa ist zurück im Rampenlicht: Es ist sinnvoll, europäische Werte wieder stärker im Portfolio zu berücksichtigen.“
Auch Mark Heslop, Fondsmanager bei Jupiter Asset Management, meint: „Europäische Aktien sollte man nicht ignorieren.“ Die DWS sieht bei europäischen Papieren ebenfalls mehr Potenzial als bei den höher bewerteten Aktien der Wall Street.
Doch was ist mit „europäischen Aktien“ überhaupt gemeint? Geht es nur um große Standardwerte im Euro-Raum, wie sie im Euro Stoxx 50 zu finden sind? Oder um eine breitere Unternehmensauswahl in ganz Europa wie im Stoxx Europe 600? Anleger, die über börsengehandelte Indexfonds (ETFs) in europäische Aktien investieren, sollten folgende Unterschiede kennen. Ein Überblick.
Wie bedeutend die Unterschiede für Anleger und Anlegerinnen sind, zeigt ein Blick auf die Wertentwicklung. Der Euro Stoxx 50 zum Beispiel hat seit Anfang Oktober vergangenen Jahres 29 Prozent gewonnen, der Stoxx Europe 600 dagegen nur 19 Prozent.