Family-Offices: Rendite mit Anlagen fernab der Börse: Worauf Großinvestoren jetzt setzen
Mit 41 Prozent der befragten Family Offices verwaltet die größte Gruppe zwischen einer und fünf Milliarden US-Dollar.
Foto: dpaFrankfurt. Eine sehr hartnäckige Inflation, die Zinswende an den Kapitalmärkten, die weiter bestehende Rezessionsgefahr in den großen westlichen Volkswirtschaften: Diverse Unsicherheitsfaktoren an den Märkten treiben private wie große Investoren gleichermaßen um.
Family-Offices – also Vermögensverwaltungen von reichen Familien – bleiben trotz dieser Unsicherheiten ihrer recht offensiven Anlagestrategie treu. Das ergibt eine Umfrage der US-Investmentbank Goldman Sachs unter 166 Family-Offices in den USA, Asien und Europa, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.
Demnach spielen alternative Anlagen bei Family Offices die tragende Rolle. Damit sind Anlagen abseits der traditionellen Aktien- und Rentenmärkte wie etwa Firmenbeteiligungen gemeint. Sie machen mit 44 Prozent des Vermögens mit Abstand die größte Investmentkategorie aus. Zum Vergleich: Andere private Anleger mit großen Vermögen legen typischerweise gerade mal ein Fünftel bis ein Viertel in alternative Anlagen an, wie Goldman betont.
Der Vorteil der Family-Offices: ihr extrem langer Anlagerhorizont. Alternative Anlageklassen offenbaren zwar die Chance auf oft durchschnittlich zweistellige jährliche Renditen. Sie sind jedoch wenig liquide. Bei einem langen Anlagehorizont fällt dieser Nachteil weniger ins Gewicht.