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Überweisung zurückholenSo holen Sie falsch überwiesenes Geld zurück auf Ihr Konto

Eine fehlerhafte Überweisung lässt sich zurückholen – in den meisten Fällen. Wie das funktioniert und was es kostet. Ein Überblick. 11.09.2024 - 09:56 Uhr Artikel anhören

Finden Sie hier alle Informationen für das erfolgreiche Zurückholen einer Überweisung.

Foto: dpa

Drei Fakten zum Überweisungsrückruf

  • Eine Rückbuchung ist häufig gebührenpflichtig.
  • Entscheidend ist die verstrichene Zeit nach der Überweisung.
  • Unkompliziert ist der Rückruf von Zahlungen via SEPA-Lastschriftverfahren.

Welche Fehler können bei einer Überweisung auftreten?

Düsseldorf. Im täglichen Zahlungsverkehr lauern einige Fallstricke: Eine verdrehte Zahl der langen IBAN, der falsche Name im Empfängerfeld oder eine zu hohe Summe sind schnell getippt. Meistens lässt sich der Schaden jedoch beheben. Zum Beispiel bei einer Doppelüberweisung. Hier erreicht der identische Betrag denselben Empfänger unter einheitlichem Verwendungszweck – gleich zweimal. Der Fehler ist offensichtlich und die Bank kann ihn für gewöhnlich korrigieren. 

Ähnlich einfach ist der Fall bei einer ungültigen IBAN oder falschen Bankkontonummer. Letztere fällt bei einer Online-Überweisung ohnehin sofort auf, da das System eine entsprechende Fehlermeldung ausspuckt. Erfolgt die Überweisung analog per Formular an eine nicht existierende IBAN, wird der Betrag automatisch zurückgebucht.

Bei einem missglückten SEPA-Lastschriftverfahren stehen die Chancen auf eine Rückerstattung ebenfalls gut. Bucht das Fitnessstudio beispielsweise versehentlich zu viel ab, können Bankkunden den fehlerhafte Betrag binnen acht Wochen zurückfordern. Gezählt wird ab dem Tag der Abbuchung. Verlässt Geld das Girokonto, obwohl gar kein Lastschriftmandat vorliegt, bleiben den Betroffenen sogar 13 Monate Zeit. 

In jedem Fall ist es notwendig, den Kontostand regelmäßig zu checken. Nur so zeigen sich die Irrtümer rechtzeitig. Der erste Ansprechpartner ist dann die Hausbank.

Ein Problem könnte jedoch der Zahlendreher bei der IBAN oder der falsche Geldbetrag sein. Da ist schnelles Handeln des Geschädigten gefragt.

Überweisung zurückholen: Die Reaktionszeit ist entscheidend

Prinzipiell ergeben sich zwei Szenarien. Entweder wird die Fehlüberweisung bemerkt, bevor das Geld abgebucht ist und das Empfängerkonto erreicht – oder erst danach. Im ersten Fall genügt es, die Hausbank unmittelbar zu kontaktieren und die Überweisung stoppen zu lassen. Hierzu bietet sich in erster Linie die Service-Hotline der eigenen Bank an. Dafür fallen mitunter folgende Gebühren an.

Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse aufgeführter Banken 

Laut Bürgerlichem Gesetzbuch (§ 675s) dürfen Online-Überweisungen im Europäischen Wirtschaftsraum maximal einen Bankarbeitstag dauern. Wird eine Überweisung an einem Montag beauftragt, muss sie also spätestens im Laufe des Dienstags ihr Ziel erreichen. Häufig läuft eine Überweisung schon binnen einiger Stunden ab. Für die beleghafte Überweisung am Schalter gilt eine Frist von zwei Bankarbeitstagen. Überweisungen in einer Fremdwährung brauchen bis zu vier Werktage. 

Im Umkehrschluss ist das Zeitfenster und die Chance auf einen rechtzeitigen Stopp der Überweisung bei einem analogen Geldtransfer größer. Ist der Betrag erst einmal auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben, verliert die Bank ihren Einfluss. Sie kann in dem Fall lediglich an die Empfängerbank herantreten und das Missgeschick kommunizieren. Garantien oder gesetzliche Ansprüche auf eine Rückbuchung bestehen hier allerdings nicht.  

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Überweisung zurückholen bei Betrugsverdacht

In Vorkasse treten – und die Ware nicht erhalten. Betrügerische Angebot lauern sowohl in unseriösen Online-Shops als auch auf etablierten Handelsplattformen wie eBay. Bei jeder Form von Betrug gilt es, schnellstmöglich die eigene Bank zu kontaktieren. Zusätzlich sollte bei der lokalen Polizei Anzeige erstattet werden. Ob das Geld jedoch seinen Weg zurück aufs eigene Girokonto findet, hängt vor allem von der gewählten Zahlungsmethode ab.

Das Zurückholen einer SEPA-Lastschrift ist relativ unkompliziert. Die meisten Service-Bereiche im Online-Banking bieten eine entsprechende Funktion an. Hier genügt ein einfacher Klick, um getätigte Lastschriften zurückzubuchen. Im Betrugsfall bleiben dafür 13 Monate Zeit.

Kreditkartenzahlungen via Mastercard, Visa oder American Express lassen sich dagegen über das Chargeback-Verfahren reklamieren. Dafür müssen Betroffene in der Regel innerhalb von 120 Tagen nach der Transaktion ein Reklamationsformular ausfüllen. Das bekommen sie von der Bank, die die Kreditkarte ausgestellt hat. Nur bei American Express muss direkt das Kreditkartenunternehmen kontaktiert werden.

Im Betrugsfall bietet PayPal einen Antrag auf Käuferschutz an. Dafür muss dem Zahlungsdienstleister zunächst das Problem gemeldet werden. Im Anschluss bleiben 20 Tage Zeit, um den Antrag auf Käuferschutz zu stellen. Ab dann vermittelt das Unternehmen zwischen Käufer und Verkäufer. Etwas anders läuft es bei einem versehentlichen Überweisungsfehler „unter Freunden“ ab.

Lässt sich bei PayPal Geld zurückbuchen?

Ob der nahezu identische Benutzername oder die vergleichbare E-Mail-Adresse: Eine Fehlüberweisung an den verkehrten Empfänger schleicht sich bei PayPal schnell ein. Dabei lässt sich eine solche Fehlzahlung grundsätzlich nicht stornieren. Innerhalb von 180 Tagen kann das Geld lediglich zurückgefordert werden. Dafür müssen Betroffene die Zahlungsempfänger direkt kontaktieren und eine entsprechende Rückzahlung anfordern. 

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Das Problem: Erfolgt die Überweisung mittels der gebührenfreien Variante „Geld an Freunde und Familie senden“, greift der PayPal-Käuferschutz nicht. Sobald das Geld also überwiesen wurde, entscheidet primär die Kulanz des Empfängers, ob das Geld wieder auf dem eigenen Konto landet. Die E-Mail-Adresse des Empfänger befindet sich auf der Seite „Aktivitäten“.

Erstveröffentlichung: 23.03.2021, 17:32 Uhr (zuletzt aktualisiert am 10.09.2024, 16:30 Uhr).

nb
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