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FalschgeldWoran Sie Falschgeld erkennen können

Mit nur wenigen Tricks lässt sich Falschgeld gut erkennen. Ein Überblick, worauf Sie bei den Banknoten achten sollten – und wann Sie sich strafbar machen.Nils Buske 07.07.2025 - 11:58 Uhr Artikel anhören

Das müssen Verbraucher wissen, um Falschgeld zu erkennen.

Foto: dpa

Düsseldorf. Von der 50-Cent-Münze bis zum 500-Euro-Schein: Gefälschtes Geld gibt es in vielen Varianten. 2024 wurden in Deutschland der Deutschen Bundesbank zufolge 72.400 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von knapp 4,5 Millionen Euro beschlagnahmt. Die Anzahl der Fälschungen sei damit gegenüber dem Vorjahr um rund 28 Prozent gestiegen. Vor allem Banknoten mit niedrigerem Wert zog die Polizei vermehrt aus dem Verkehr.

Wie Sie Falschgeld erkennen und was Sie bei einem Fund tun sollten, lesen Sie hier.

Wie verbreitet ist Falschgeld in Deutschland?

Experten schätzen das Falschgeldaufkommen hierzulande als niedrig bis moderat ein. Rein rechnerisch wären im Jahr 2024 neun falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner entfallen, sagt Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. Einen hohen Anteil am Falschgeldvolumen hätten laut Bundesbank einfache Fälschungen, auf deren Vorderseite „Movie Money“ oder auf der Rückseite „Prop copy“ aufgedruckt sei. Dabei handelt es sich um simple Druckfälschungen ohne Sicherheitsmerkmale für Film und Theater.

Welche Euro-Scheine werden am häufigsten gefälscht?

Die große Masse an Fälschungen machen die Banknoten mittleren Werts aus: „In Deutschland ist die am häufigsten gefälschte Banknote die 50-Euro-Banknote, gefolgt vom 20er“, erklärt Balz. So war ihr Anteil am Falschgeldaufkommen hierzulande in den vergangenen zehn Jahren stets am höchsten, zeigen die Daten der Bundesbank. Das gilt auch für das Jahr 2024:

Statistik der Euro-Banknoten
Noten Anzahl Anteil (gerundet) Veränderung zum Vorjahr
5 €1.0201 %+47 %
10 €4.7597 %+37 %
20 €20.55228 %+66 %
50 €29.10340 %+35 %
100 €10.38514 %+47 %
200 €5.8278 %-34 %
500 €7671 %-71 %
Gesamt72.413

Quelle: Deutsche Bundesbank

Welche Sicherheitsmerkmale haben Euro-Scheine?

Euro-Banknoten entstehen durch hochtechnologische Verfahren. Das Resultat: Scheine mit zahlreichen Sicherheitsmerkmalen. Dazu zählen mitunter die Smaragdzahl, das Porträtfenster oder das Wasserzeichen auf den Banknoten. Einige Merkmale lassen sich nur durch spezielle Maschinen überprüfen. So können Prüfer gewisse Eigenschaften eines Euro-Scheins etwa nur unter UV-Licht sehen und so Fälschungen erkennen. 

Im Alltag des Verbrauchers seien jedoch die sicht- und fühlbaren Sicherheitsmerkmale von höherer Bedeutung, betont Burkhard Balz. Hier gebe es ein einfaches Motto: „Fühlen – Sehen – Kippen“.

Wie können Verbraucher Falschgeld erkennen?

Banknoten sind auf Baumwollpapier gedruckt. Das mache sie griffig und verleihe ihnen die nötige Festigkeit, erklärt Balz von der Deutschen Bundesbank. Dagegen würden sich die Fünf- und Zehn-Euro-Banknoten sowie teilweise auch die 20-Euro-Noten aufgrund ihrer Lackierung glatt anfühlen. Menschen mit Sehbehinderung können das erhabene Druckbild des Hauptmotivs oder des Reliefs an der Seite ertasten.  

Beim „Sehen“ geht es in erster Linie um den Gesamteindruck des Scheins. Ist das Druckbild scharf? Wirkt das Bild auf der Banknote bekannt? Auch das Wasserzeichen sowie der Sicherheitsfaden auf der Mitte des Scheins seien bei Gegenlicht gute Indikatoren, um die Echtheit zu prüfen, sagt Balz.

„Und dann gibt es ab der 20-Euro-Banknote natürlich noch den Hologrammstreifen mit dem Porträtfenster: Im Gegenlicht wird das Porträtfenster oben rechts durchsichtig, die Figur der Europa ist gestochen scharf sichtbar.“ 

Kippen Verbraucher die Banknote, zeigt der Hologrammstreifen mit Porträtfenster das Porträt der Europa, das Euro-Symbol, Hauptmotiv sowie die Wertzahl – begleitet von Regenbogenfarben.
Selbst die Smaragdzahl wechselt Balz zufolge beim Kippen die Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau, während ein Lichtbalken auf und ab wandert. 

Kann der Bankautomat Falschgeld sicher erkennen?

Ja, zugelassene Bankautomaten müssen Falschgeld in jedem Fall erkennen können. So werden im Euro-Raum kombinierte Ein- und Auszahlungsgeräte von der jeweiligen Zentralbank eines Landes zertifiziert. 

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Wie hoch ist die Strafe bei Besitz oder Inverkehrbringen von Falschgeld?

Laut Paragraf 146 Strafgesetzbuch (StGB) drohen Freiheitsstrafen von mindestens einem Jahr, wenn falsches Geld absichtlich in den Verkehr gebracht wird oder Personen sich Falschgeld verschaffen. Bei gewerbsmäßiger Fälschung verdoppelt sich die Mindestfreiheitsstrafe. Zwar läuft man grundsätzlich Gefahr, sich bei der Weitergabe von Falschgeld strafbar zu machen. Dem Bundeskriminalamt zufolge handeln Verbraucher jedoch ohne Vorsatz, die unwissentlich mit Falschgeld bezahlen. Dadurch machen sie sich nicht strafbar. Allerdings verlieren sie den eigentlichen Geldwert, da das falsche Exemplar von der Polizei eingezogen und nicht erstattet wird. 

Dieser Artikel erschien bereits im November 2023. Der Artikel wurde am 25.06.2025 erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert. 

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