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ÜberweisungsdauerSo lange darf eine Überweisung 2026 dauern

Überweisungen müssen in der Regel innerhalb eines Werktags erfolgen. Damit das klappt, müssen Bankkunden folgende Punkte beachten.Nils Buske 07.01.2026 - 13:39 Uhr Artikel anhören

Überweisungsformular: Wie lange brauchen Banken 2026 für Überweisungen?

Foto: dpa

Düsseldorf. Der Geldtransfer vom eigenen auf ein anderes Konto gehört zum Alltag. Milliardenfach wechseln große und kleine Beträge jährlich so ihren Besitzer. Rund 7,6 Milliarden Banküberweisungen waren es laut Europäischer Zentralbank hierzulande im Jahr 2024.

Um Zahlungsverzug zu vermeiden, sollten Bankkunden die Dauer der verschiedenen Überweisungsarten kennen. Das gilt vor allem, wenn seitens des Empfängers eine Zahlungsfrist besteht.

Denn nicht immer wechselt das überwiesene Geld gleich schnell den Besitzer. Was es bei Überweisungen zu beachten gilt, in der Übersicht.

Wie lange darf eine Überweisung dauern?

In der Regel dauert eine Überweisung innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums einen Werktag. Dies schreibt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in § 675 fest.

Gibt ein Kunde beispielsweise an einem Mittwoch eine SEPA-Überweisung bei seiner Bank in Auftrag, muss diese spätestens am Donnerstag beim Zahlungsinstitut des Zahlungsempfängers eingetroffen sein. Das gilt jedoch nur, wenn die Überweisung entweder per Online-Banking erfolgt ist oder am Terminal der jeweiligen Bank in Auftrag gegeben wurde. Anders sieht es beispielsweise bei Überweisungen mittels Vordruck aus. Hier darf sich die Bank einen zusätzlichen Geschäftstag Zeit nehmen.

Wovon hängt die Dauer der Überweisung ab?

Nach wie vielen Geschäftstagen eine Inlandsüberweisung auf dem Zielkonto eintrifft, hängt von der Art der Überweisung ab. Grob lässt sich hierbei zwischen der Online-Überweisung und der Überweisung in Papierform unterscheiden.

Sind Online-Überweisungen am schnellsten?

Da Online-Überweisungen gegenüber der Überweisung mittels Überweisungsvordruck nur mit einem geringen Verwaltungsaufwand verbunden sind, dürfen digitale Überweisungen nur einen Werktag dauern. Bei der Überweisung in Papierform räumt der Gesetzgeber hingegen zwei Werktage ein.

Wie erreicht eine Überweisung den Empfänger innerhalb eines Tages?

Ist eine Überweisung besonders eilig, gibt es für Bankkunden zwei verschiedene Optionen, die eine Überweisung noch am selben Tag gewährleisten: die Blitzüberweisung und die Echtzeitüberweisung.

Blitzüberweisung: Die Eil- oder Blitzüberweisung können Bankkunden ähnlich einer normalen Überweisung sowohl am Bankschalter in einer Filiale als auch online tätigen. Wie lange es dauert, bis das Geld wirklich auf dem Empfängerkonto ist, hängt vom jeweiligen Geldinstitut ab. In der Regel ist die Blitzüberweisung in wenigen Stunden abgeschlossen. Der Nachteil dieser Überweisungsart: Banken verlangen für die Blitzüberweisung eine Gebühr zwischen 5 bis 25 Euro.

Echtzeitüberweisung: Im Gegensatz zur Blitzüberweisung funktioniert die Echtzeitüberweisung nur online. Der Vorteil der Echtzeitüberweisung ist jedoch, dass sie im Prinzip einer Barzahlung ähnelt. Das Geld ist tatsächlich in Echtzeit auf dem Konto des Zahlungsempfängers. Auch für diesen Service fallen in den meisten Geldinstituten Gebühren an. Diese finden Kunden im „Preis- und Leistungsverzeichnis“ der Bank, das öffentlich zugänglich sein muss.

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Wie lange dauert eine Auslandsüberweisung?

Die gesetzliche Überweisungsfrist für Auslandsüberweisungen beträgt wie die für eine Inlandsüberweisung einen Tag, sofern sich das Empfängerkonto im EU-Ausland befindet. Der Überweisungsvorgang bei Zahlungsaufträgen in Nicht-EU-Staaten dauert noch länger und unterliegt keiner gesetzlichen Frist.

Wie lange dauert eine Überweisung in Fremdwährungen?

Wie lange eine Überweisung in einer Fremdwährung dauert, hängt davon ab, ob sich die Bank des Empfängers innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) befindet.
Für Überweisungen in anderen Währungen als Euro innerhalb des EWR dürfen Banken gemäß § 675 BGB bis zu vier Geschäftstage für die Ausführung benötigen. So kann etwa eine Überweisung in britischen Pfund (GBP) an ein Konto bei einer Bank innerhalb des EWR bis zu vier Geschäftstage dauern.

Befindet sich der Zahlungsempfänger außerhalb des EWR, gibt es hingegen keine gesetzlich festgelegte maximale Überweisungsdauer.

Wie lange dauert die Zahlungsausführung bei einem Dauerauftrag?

Wenn Bankkunden einen Dauerauftrag neu einstellen, können sie den Zeitpunkt der Ausführung selbst bestimmen. Beispielsweise kann der Geldtransfer monatlich oder quartalsweise erfolgen. Für die Erstausführung eines Dauerauftrags wird wie bei einer herkömmlichen Inlandsüberweisung ein Bankgeschäftstag veranschlagt.

Wie lange dauert eine Überweisung am Wochenende und an Feiertagen?

Die Fristen, in denen eine Überweisung beim Empfänger eingetroffen sein muss, beziehen sich auf Bankarbeitstage. Diese weichen von den herkömmlichen Werktagen ab, denn die Bankgeschäftstage umfassen nur den Zeitraum von Montag bis Freitag. Wird also beispielsweise am Freitag ein Überweisungsauftrag erteilt, wird das Geld erst am Montag dem jeweiligen Zielkonto gutgeschrieben.

Neben den Wochenenden bearbeiten Banken auch an Feiertagen keine Überweisungen. Dabei werden jedoch die regionalen Feiertage nicht berücksichtigt. Zwar bleiben die Bankfilialen an einem solchen Feiertag geschlossen, bargeldlose Zahlungsvorgänge werden jedoch bearbeitet. An den Bankfeiertagen hingegen wird die Bearbeitung von Überweisungen auf den nächsten Bankarbeitstag verschoben.

Diese Bankfeiertage gelten 2026 in Deutschland:

  • Neujahr (1. Januar)
  • Karfreitag (3. April)
  • Ostermontag (6. April)
  • Tag der Arbeit (1. Mai)
  • Christi Himmelfahrt (14. Mai)
  • Pfingstmontag (25. Mai)
  • Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober)
  • 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember)
  • 2. Weihnachtsfeiertag (26. Dezember)

Was tun, wenn eine Überweisung nicht ankommt?

Ist eine Überweisung nach mehreren Bankarbeitstagen noch nicht auf dem Empfängerkonto eingegangen, kann das verschiedene Gründe haben. Sie als Auftragserteilender sollten sich zunächst an Ihr Zahlungsinstitut wenden, um die Ursache zu klären. Ein möglicher Grund wäre, dass die Überweisung nicht bei Ihrem Zahlungsinstitut eingegangen ist.

Andererseits könnten auch die Kontodaten des Empfängers fehlerhaft sein. Falls das Geld auf ein falsches Zielkonto überwiesen wurde, kann der Zahlungsdienstleister die Überweisung zurückbuchen. In jedem Fall sollte der Bankkunde aber stets den Überweisungsbeleg verwahren, bis er eine Überweisungsbestätigung erhalten hat.

Wann ist der Annahmeschluss für eine Überweisung?

Wenn der Zahlungsauftrag einmal nicht am nächsten Bankarbeitstag beim Empfänger eingetroffen ist, könnte es daran liegen, dass der Absender den Annahmeschluss seiner Bank verpasst hat. Verstreicht diese Uhrzeit, muss eine Bank einen Überweisungsantrag nicht mehr für den laufenden Werktag annehmen, sondern kann ihn erst am nächsten Tag bearbeiten.

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Diese sogenannten Cut-off-Zeitpunkte der jeweiligen Zahlungsdienstleister finden sich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder in den Sonderbedingungen für den Zahlungsverkehr. Meist liegen diese zwischen 17 und 20 Uhr.

Dieser Artikel erschien bereits im Dezember 2019. Der Artikel wurde am 07.01.2026 erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert.

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