USA: Versicherung gegen US-Zahlungsausfall auf Zwölf-Jahres-Hoch
Börsianer sind zunehmend nervös wegen einer möglichen Pattsituation in Bezug auf die Schuldengrenze.
Foto: dpaLondon, Washington. Der Streit um die Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA macht Anleger zunehmend nervös. Die Kosten für die Versicherung gegen einen US-Zahlungsausfall sind am Mittwoch auf den höchsten Stand seit 2011 gestiegen, als eine frühere Krise um die Schuldenobergrenze zur ersten Herabstufung des Ratings der USA geführt hatte.
Die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets von US-Anleihen gegen Zahlungsausfall verteuerte sich Daten von S&P Global Market Intelligence zufolge auf 62.000 Dollar. Das ist mehr als das Doppelte des Niveaus zum Jahresbeginn.
US-Finanzministerin Janet Yellen hatte am Dienstag davor gewarnt, dass ein Scheitern des US-Kongresses, die Schuldenobergrenze der Regierung anzuheben - und der daraus resultierende Zahlungsausfall - eine „wirtschaftliche Katastrophe“ auslösen würde, die die Zinssätze auf Jahre hinaus in die Höhe treiben würde.
Börsianer seien zunehmend nervös wegen einer möglichen Pattsituation in Bezug auf die Schuldengrenze, angesichts der im Juni ablaufenden Frist, sagte Stuart Cole, Ökonom bei Equiti Capital. „Der politische Stillstand zwischen dem Weißen Haus und dem von den Republikanern kontrollierten Repräsentantenhaus - und die politischen Forderungen, die letzteres stellt, bevor es einer Erhöhung der Schuldenobergrenze zustimmt - beginnt die Märkte zu verunsichern, da bisher keine der beiden Seiten bereit zu sein scheint, die Möglichkeit eines Kompromisses auch nur in Betracht zu ziehen.“