Versicherer: Allianz-Aktie stabilisiert sich nach Einbruch – Wie Analysten die Lage einschätzen
Der Dax-Konzern veröffentlich an diesem Freitag seine Quartalszahlen.
Foto: dpaMünchen. Für den größten deutschen Versicherer endet zum Handelsstart am Dienstag die Verlustserie vom Montag. Die Aktie notiert fast einen halben Prozentpunkt im Plus – bei knapp 194 Euro je Anteilsschein. Für die Allianz ein wichtiges Signal nach einem turbulenten Wochenstart.
Am Montag ging es im Handelsverlauf noch steil bergab: Beinahe zehn Prozent betrug zwischenzeitlich der Verlust auf rund 190 Euro. Zum Handelsende lag das Minus bei 7,8 Prozent. Für die Allianz-Aktie, deren Kurs sich gewöhnlich moderat entwickelt, gleicht das einem Beben.
Auslöser für den aktuellen Kursrutsch sind Ermittlungen des US-Justizministeriums wegen hoher Verluste bei Hedgefondsprodukten der Tochter Allianz Global Investors (AGI) für den US-Markt. Inzwischen haben sich auch Analysten in ersten Stellungnahmen dazu geäußert. In vielen ihrer Blitzanalysen schwingt die Unsicherheit vor den schwer abschätzbaren Entscheidungen der US-Justiz mit.
Dax-Konzerne fürchten deren oftmals harte und teure Urteile. Beispiele der jüngeren Vergangenheit sind der Volkswagen-Konzern im Dieselskandal oder Bayer nach der Monsanto-Übernahme.