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GeldpolitikEZB-Vize: Wirkung der Zinssteigerung steht noch aus

EZB-Vizepräsident Luis de Guindos hat auf eine Verzögerung in der Geldpolitik hingewiesen. Die hohen Leitzinsen hätten ihre volle Wirkung noch nicht entfaltet. 04.10.2023 - 15:11 Uhr Artikel anhören

Der EZB-Vize geht davon aus, dass die aktuelle wirtschaftliche Schwächephase in der 20-Länder-Gemeinschaft vorerst anhalten wird.

Foto: Reuters

Limassol. Ein großer Teil des bisherigen Straffungskurses der Europäischen Zentralbank (EZB) hat aus Sicht von EZB-Vizepräsident Luis de Guindos die Wirtschaft noch gar nicht erreicht.

„Es wird erwartet, dass ein erheblicher Teil der Übertragung von Finanzierungsbedingungen auf die Realwirtschaft noch in der Pipeline ist, wobei es zu längeren Verzögerungen kommt“, sagte der Stellvertreter von EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Mittwoch auf einer Konferenz in Limassol auf Zypern. Dies unterstreiche die Notwendigkeit für die Europäische Zentralbank (EZB), weiter datenabhängig vorzugehen bei der Bestimmung des richtigen Niveaus und der Dauer ihres Straffungskurses.

Die EZB hat seit Sommer 2022 im Kampf gegen die Inflation die Zinsen bereits zehn Mal in Serie angehoben, zuletzt Mitte September um einen viertel Prozentpunkt. Der am Finanzmarkt richtungsweisende Einlagensatz, den Geldhäuser für das Parken überschüssiger Gelder von der Notenbank erhalten, liegt damit inzwischen bei 4,00 Prozent - das höchste Niveau seit 1999.

An den Börsen wird davon ausgegangen, dass die EZB aufgrund der aktuellen Konjunkturschwäche im Euro-Raum im Rest des Jahres die Füße still halten wird. Bis Juli 2024 wird am Finanzmarkt sogar mit einer ersten Zinssenkung gerechnet.

Aus Sicht von de Guindos wird die aktuelle wirtschaftliche Schwächephase in der 20-Länder-Gemeinschaft vorerst anhalten. „Die Wirtschaftstätigkeit stagnierte in der ersten Jahreshälfte weitgehend und dürfte auch in den kommenden Monaten gedämpft bleiben“, sagte er. Eine schwächere Auslandsnachfrage und scharfe Finanzierungsbedingungen dämpften das Wachstum, vor allem in der Industrie. Der Dienstleistungssektor, der sich bisher als widerstandsfähig erwiesen habe, beginne nun, sich ebenfalls abzuschwächen.

rtr
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