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InflationInflationsrate bleibt bei 2,3 Prozent

Die Teuerungsrate liegt in Deutschland weiterhin über dem Ziel der Europäischen Zentralbank. Daran dürfte sich vorerst auch nichts ändern, prognostizieren Experten.Felix Stippler, Frank Wiebe 28.11.2025 - 15:11 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Die EZB in Frankfurt: Das Inflationsziel liegt bei zwei Prozent. Foto: Boris Roessler/dpa

Düsseldorf, Frankfurt. Die Inflationsrate in Deutschland bleibt unverändert. Im abgelaufenen Monat ist der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum November des Vorjahres um 2,3 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag auf Basis einer ersten Schätzung mit. Damit bleibt die Inflation hierzulande auf demselben Niveau wie im Oktober.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Vorfeld damit gerechnet, dass die Inflation leicht zulegt. Trotz des ausgebliebenen Anstiegs liegt sie weiterhin über dem Preisziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB strebt im Euro-Raum mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an.

Laut Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust, liege der neue Wert zwar nicht sehr weit vom Ziel der EZB entfernt, jedoch hätten die Verbraucher nun schon viele Jahre mit hohen Kaufkraftverlusten hinter sich. „Deutlich unter dem Ziel der EZB lag die Inflationsrate zuletzt im Jahr 2020“, sagte Heise.

Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, sagte: „Die große Inflationswelle ist abgeklungen und die realen Einkommen haben sich erholt.“ Im Zentralbankrat der EZB könne man Kater zufolge zufrieden sein, dementsprechend sei die Neigung zur Änderung der Leitzinsen derzeit gering.

Weiterhin hohe Teuerungsrate bei Dienstleistungen

Sebastian Becker von der Deutschen Bank hob hervor, dass die Inflation „einem Basiseffekt getrotzt“ habe – sei also trotz eines relativ niedrigen Vergleichswerts im Vorjahr im Rahmen geblieben. Zugleich wies er auf die Dienstleistungspreisinflation von 3,5 Prozent hin. „Diese macht trotz des nachlassenden Lohndrucks keinerlei Anstalten, nachzugeben“, sagte Becker.

Die Kerninflation, bei deren Berechnung die schwankungsanfälligen Preise für Lebensmittel und Energie ausgeklammert werden, ist im November leicht auf 2,7 Prozent gesunken. Im Oktober lag sie noch geringfügig höher. Wegen der geringeren Volatilität gilt die Kerninflation als gutes Maß für den mittelfristigen Inflationstrend.

Zumindest in Deutschland dürften die Preise in den kommenden Monaten aber deutlich schneller steigen als von der Zentralbank gewünscht. Wie die Ökonomen der Bundesbank prognostizieren, dürfte die Inflationsrate in den kommenden Monaten noch etwas höher ausfallen. Auch die Konsumenten erwarten in den kommenden zwölf Monaten eine steigende Inflation.

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Weil sich der Preisdruck in der Euro-Zone abgeschwächt hat, hat die EZB ihre Leitzinsen seit dem vergangenen Jahr acht Mal gesenkt. Seit Sommer hält die Notenbank die Zinsen allerdings stabil. Der für die Kapitalmärkte relevante Einlagezins liegt damit bei genau zwei Prozent.

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