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Inflation JanuarStatistisches Bundesamt verschiebt Publikation von Teuerungsdaten

Die deutschen Inflationsdaten für den Januar kommen nicht wie geplant am Dienstag. Auch bei den Daten für den Euro-Raum gibt es Komplikationen.Leonidas Exuzidis und Jan Mallien 30.01.2023 - 15:43 Uhr Artikel anhören

Lebensmittel waren im vergangenen Jahr ein wesentlicher Inflationstreiber.

Foto: dpa

Düsseldorf, Frankfurt. Das Statistische Bundesamt hat die Veröffentlichung neuer Preisdaten für die deutsche Volkswirtschaft verschoben. Ursprünglich sollten am Dienstag neue Daten zur Inflationsentwicklung im Januar kommen. Aufgrund „eines technischen Problems in der Datenaufbereitung“ erfolgt die Bekanntgabe jedoch erst in der Woche vom 6. bis 10. Februar, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Den genauen Termin gibt das Amt am Freitag bekannt.

Hintergrund ist ein Softwareproblem, das dazu führt, dass die Statistiker die Daten aus den Ländern nicht aufarbeiten können. Zuvor hatten bereits mehrere Statistische Landesämter die Bekanntgabe verschoben. Auf ihren Ergebnissen basiert die bundesweite Schätzung.

Die Januar-Inflationsdaten für den Euro-Raum sollen dennoch wie geplant am Mittwoch veröffentlicht werden, erklärte das europäische Statistikamt Eurostat auf Anfrage des Handelsblatts. Die Experten verwenden für Deutschland eine Schätzung, ohne diese zu veröffentlichen.

Deutschland ist die größte Volkswirtschaft im Euro-Raum. Aus diesem Grund müssen die Eurostat-Daten am Mittwoch auch mit Vorsicht betrachtet werden. Die Schätzung der deutschen Werte basiert auf Zeitreihendaten, die Trends aus der Vergangenheit fortschreiben.

Das Problem bei Zeitreihendaten: Sie stufen starke Schwankungen meist als Ausnahmen ein und bilden grundsätzliche Strukturbrüche unzureichend ab. Besonders in Zeiten, in denen sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Volkswirtschaft schnell ändern – wie es derzeit der Fall ist –, stehen Zeitreihendaten in der Kritik. Sie sind ein Grund dafür, dass die EZB die Inflation im Euro-Raum lange unterschätzt hat.

Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter Volkswirten von zwölf Banken zufolge dürften die Verbraucherpreise im Januar um 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen sein. Im Dezember lag die Inflation bei 8,6 Prozent, nach 10,0 Prozent im November und 10,4 Prozent im Oktober.

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