Coworking: Arbeiten zwischen Bällebad und Freibier
Die Begegnungsräume im Gemeinschaftsbürohaus „Smartvillage“ in München. Coworking-Space liegen im Trend.
Foto: picture alliance / SZ PhotoFrankfurt. Axel Menneking als Hipster zu bezeichnen würde definitiv zu weit gehen. Mit seinen schwarzen Lederschuhen, den schwarzen Jeans, dem blauen Hemd und dem dunkelblauen Pullover kommt er eher wie ein leger gekleideter Angestellter herüber. Sein Arbeitsplatz dagegen könnte durchaus in die Kategorie Hipster fallen: bunte Wände, Sperrholzplattenverkleidungen, ein verglaster Konferenzraum, Ziegelwände verbreiten Industriecharme, Kicker und Tischtennisplatte gibt es in der „Recreation Area“ und Retro-Sessel im Café. Willkommen im hub:raum, dem Berliner Coworking-Raum der Deutschen Telekom. Menneking ist der Chef des hub:raum. Er leitet und koordiniert den Inkubator, bei dem ausgewählte Start-ups kostenlos arbeiten dürfen – solange sich die Telekom von ihnen einen Wissensgewinn verspricht. Der Chef persönlich sitzt mittendrin in den gemeinschaftlichen Arbeitsflächen. Um ihn herum tüfteln junge Unternehmer an Smartphones aus Karbon oder künstlicher Intelligenz. „Die Ideen zu fördern kostet viel Energie, aber von den Gründern und ihrer Leidenschaft bekomme ich noch mehr Energie zurück“, sagt Menneking.
Um den Start-ups ein angenehmes Umfeld zu schaffen, bietet die Telekom neben kostenlosen Arbeitsplätzen auch mehr als 200 Veranstaltungen im Jahr zum Austausch oder zur Weiterbildung. Ihr größtes Pfund: die Nähe zur Telekom, deren Technologien, Daten und globales Netzwerk.