Immobilien: Britischer und amerikanischer Häusermarkt: Wo Träume zerplatzen – und die nächste Krise droht
Hohe Inflationsraten und steigende Zinsen machen den Traum vom Eigenheim in Großbritannien und den USA oft unbezahlbar.
Foto: HandelsblattLondon. Wer im Moment in Großbritannien ein Haus kaufen oder eine Wohnung mieten will, steht oft vor dem gleichen Dilemma: Das Angebot ist knapp und die Preise sind hoch. Dieses Marktungleichgewicht hat unter anderem dazu geführt, dass die „Nation von Hausbesitzern“ gemessen an der Eigenheimquote in Europa nur noch im unteren Fünftel landet. Die jüngsten Zinserhöhungen der Bank of England haben den Erwerb von Wohneigentum weiter erschwert – auch wenn Großbritannien immer noch weit über Deutschland liegt.
Ähnlich ist die Lage in den USA. Die rapide gestiegenen Leitzinsen zeigen Wirkung, gerade auf dem heiß gelaufenen Häusermarkt. Die Zinsen für Hypotheken mit 30-jähriger Laufzeit stiegen von gut drei Prozent zu Beginn des Jahres auf 5,6 Prozent.
Nun haben die angelsächsischen Immobilienmärkte in der Vergangenheit schon für Dramen gesorgt, die dann in Kontinentaleuropa ausblieben. Auch dieses Mal rechnen Experten nicht damit, dass eine Immobilienkrise aus den USA auf den deutschen Markt überschwappt, hiesige Kreditverträge sind meist mit langer Laufzeit und Zinsbindung und damit zunächst stabiler.