Immobilien: Ist Eigenheim für Anleger noch attraktiv?
Düsseldorf. Der Markt für Wohnimmobilien in Deutschland zieht wieder an. Die Preise für Häuser und Wohnen steigen nach mehr als zwei Jahren wieder – trotz Konjunktursorgen und politischer Unsicherheit. Auch ausländische Investoren sehen sich verstärkt wieder um und nehmen dabei den deutschen Markt in den Fokus.
„Man merkt auf jeden Fall einen Stimmungsumschwung“, sagt Konstantin Kortmann, Deutschlandchef des internationalen Immobiliendienstleisters JLL (Jones Lang LaSalle), dem Handelsblatt. Die ausländischen Investoren setzten auf die Story, dass Deutschland vor einem Comeback stehe – „aber sie finden die Renditen tatsächlich nach wie vor zu niedrig“, schränkt der Topmanager ein.
Privaten Investoren rät Kortmann, trotz der jüngsten Leitzinssenkungen der EZB nicht beim Timing zu zocken: „Wenn Sie Pech haben, kaufen Sie zwar zu etwas niedrigeren Zinsen, aber schon wieder gestiegenen Preisen.“
Zudem verweist Kortmann auf die Gefahr, dass Bauen in Deutschland durch das 500 Milliarden Euro schwere Infrastrukturpaket der Bundesregierung noch teurer wird. Das könnte sich auch auf die Entwicklung der Mieten auswirken. Der JLL-Manager geht davon aus, „dass wir in den nächsten Jahren Preissteigerungen von im Schnitt vier bis fünf Prozent bei bestehenden Mietverträgen sehen werden“. Bei Neuvermietungen könne der Zuwachs auch höher ausfallen.