Immobilienkonzern: Aktien von Evergrande brechen nach geplatztem Verkauf von Tochter um zwölf Prozent ein
Den Konzern drücken Verbindlichkeiten von mehr als 300 Milliarden Dollar.
Foto: ReutersDüsseldorf. Aktien des hochverschuldeten chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande sind am Donnerstag erneut unter Druck geraten: Die Titel gaben in Hongkong um 12,5 Prozent nach. Zeitweise lagen sie sogar 16,6 Prozent im Minus, nachdem sie zwei Wochen lang vom Handel ausgesetzt waren. Seit dem Jahresanfang haben die Aktien mehr als 80 Prozent an Wert verloren.
Auslöser für die jüngsten Kursverluste: Evergrandes Pläne für einen milliardenschweren Verkauf eines Mehrheitsanteils seiner Hausverwaltungssparte Evergrande Property Services an den kleineren Rivalen Hopson Development sind gescheitert.
Der hochverschuldete Immobilienkonzern muss dringend Geld auftreiben, um Banken, Zulieferer und Anleihegläubiger fristgerecht bezahlen zu können. Evergrande ist so groß, dass einige Experten im Falle einer Pleite eine „Ansteckungsgefahr“ für Chinas Wirtschaft und darüber hinaus befürchten.
Die Titel von Evergrande Property Services, die ebenfalls zwei Wochen lang vom Handel ausgesetzt waren, gaben am Donnerstag um acht Prozent nach. Die Aktien von Hopson legten dagegen mehr als sieben Prozent zu.
Die Aktien von Evergrande, Evergrande Properties und Hopson waren Anfang Oktober vom Handel ausgesetzt worden. Evergrande erklärte seinerzeit, dass es eine insiderrelevante Transaktion erwarte. Chinesischen Medienberichten zufolge hoffte Evergrande, 50,1 Prozent seiner Dienstleistungssparte für umgerechnet rund 2,6 Milliarden Dollar an Hopson zu verkaufen.