Immobilienmarkt: Experten warnen vor einer Pleitewelle bei Projektentwicklern
Die Immobilienbranche leidet unter den gestiegenen Finanzierungszinsen und hohen Baukosten.
Foto: dpaDüsseldorf. Es war eine bittere Woche am Immobilienmarkt. Innerhalb weniger Tage rutschten mit Development Partner, der Project-Gruppe und Euroboden drei Projektentwickler in die Insolvenz. „Aufgrund der langen wie auch andauernden kritischen Marktentwicklung sind die Liquiditätsreserven aufgebraucht“, hieß es etwa von Development Partner aus Düsseldorf. Die Firma ist vor allem auf dem Büromarkt aktiv und betreut unter anderem Projekte in Köln am Rudolfplatz oder den IBM-Campus in Ehningen bei Stuttgart.
Die Geschwindigkeit, mit der die Krise am Immobilienmarkt die Projektentwickler in ernsthafte Schieflage bringt, überrascht selbst Experten. Im ersten Halbjahr mehrten sich bereits die Alarmzeichen in der Branche mit vereinzelten Insolvenzen.
Wie der Development Monitor von Bulwiengesa zeigt, der auf einer umfassenden Datenbank von mehr als 22.000 Projekten basiert, weist das laufende Jahr stark rückläufige Baustarts mit einem Minus von fast 50 Prozent gegenüber den Vorjahren auf. 40 Prozent des Projektentwicklungsvolumens werden zudem mindestens ein Quartal später fertig als noch Ende 2022 geplant.