Gebäudeversicherung: So stehen Bürger zur Pflichtversicherung gegen Elementarschäden
Düsseldorf. Viele Deutsche befürworten eine Pflichtversicherung für Elementarschäden an Gebäuden. Das zeigt eine Umfrage des Münchener Ifo-Instituts. „Vor allem aus Gründen der Fairness sind viele Haushalte bereit, ein solidarisches Versicherungssystem mitzutragen“, sagt Ifo-Expertin Marie-Theres Schickfus. Selbst dann, wenn sie kaum direkt davon profitierten.
Konkret sprachen sich 39 Prozent der insgesamt 8000 befragten Haushalte für eine Pflichtversicherung aus, 34 Prozent hatten eine neutrale Haltung dazu. Nach einer gezielten Information über die Höhe staatlicher Hilfen bei Extremwetterereignissen stieg die Zustimmung laut Ifo-Institut weiter an – und zwar besonders deutlich bei bisher nicht versicherten Personen, die in Regionen mit einem geringen Risiko vor Überflutungen leben. Sie hätten die Pflichtversicherung als fairer und gesellschaftlich kosteneffizienter empfunden als staatliche Soforthilfen, heißt es.
Schäden durch Naturkatastrophen wie Überschwemmungen deckt die normale Gebäudeversicherung nicht ab. Zusätzlich gegen diese Elementarschäden ist allerdings laut Gesamtverband der Versicherer nur etwa die Hälfte der Wohn- und Firmengebäude versichert. Die schwarz-rote Bundesregierung plant, die Elementarschadenversicherung zu einem verpflichtenden Bestandteil von Gebäudeversicherungen zu machen. Allerdings gibt es keinen uneingeschränkten Zuspruch, manche Experten kritisieren das Vorhaben.