Immobilien-Blick: Wie digitale Mietverträge rechtssicher funktionieren
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Foto: HandelsblattDie meisten der zwei bis drei Millionen jährlich abgeschlossenen Mietverträge werden laut dem Deutschen Mieterbund heute noch auf Papier unterschrieben. Dabei erweist sich dieser Weg häufig als umständlich und langwierig. Deshalb bieten große Wohnungsunternehmen wie Vonovia und LEG ihren Kunden inzwischen an, Verträge digital zu unterzeichnen. Eine digitale Signatur kann den Prozess der Vertragsunterzeichnung auf wenige Minuten reduzieren – und ist ebenso rechtsverbindlich wie eine handschriftliche Unterschrift.
Möglich macht das die sogenannte qualifizierte elektronische Signatur (QES). Sie stellt sicher, dass die Unterschrift auch wirklich vom Absender stammt und nicht verfälscht wurde. „Der Kern ist ein Element der Identitätsüberprüfung“, erklärt Lena Tuckermann. Sie ist Gründerin der Vermietungsplattform Mietz, die sich auf digitale Prozesse spezialisiert hat.
Für die Identitätsüberprüfung reicht bei Mietz ein Selfie und ein Bild von einem Ausweisdokument. Andere Fernsignaturdienste nutzen beispielsweise das Videoident-Verfahren. Nachdem die Identität geprüft ist, erstellt ein sogenannter Vertrauensdienste-Anbieter ein Zertifikat, das für die jeweilige Person gültig ist und nicht übertragen werden kann. Damit wird dann unterschrieben. Die Bundesnetzagentur bietet eine Übersicht aller Vertrauensdienste und deren Anbieter.