Immobilien: Wie sich Vermieter gegen Prozesskosten absichern können
Düsseldorf. Hohe Mieten, wenig Angebote – die Lage am Wohnungsmarkt gestaltet sich schwierig. Als Folge nimmt die Zahl der Rechtsstreitigkeiten zwischen Vermietern und Mietern zu.
Treffen sich die beiden Parteien vor Gericht, geht es am häufigsten – in 28,4 Prozent der Fälle – um allgemeine Vertragsverletzungen wie Wohnungsmängel oder Mietminderungen, schreibt der Deutsche Mieterbund (DMB). Er verweist dazu auf eine Prozessstatistik seiner Rechtsschutzversicherung DMB Rechtsschutz für das Jahr 2025.
Streitfälle rund um Mieterhöhungen sind auf 21,8 Prozent gestiegen und belegen den zweiten Platz in diesem Ranking. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 17,4 Prozent gelegen. Der Anstieg verdeutliche ganz klar den Druck auf dem Mietwohnungsmarkt, schlussfolgert der DMB. Dahinter rangieren als Streitgründe die Betriebskosten mit 16,4 Prozent sowie die Themen Mietkaution mit 15,7 Prozent und Eigenbedarf mit 6,8 Prozent.
Dass die Zahl der gerichtlichen Mietstreitigkeiten zunimmt, zeigen auch Daten des Statistischen Bundesamts, allerdings stammen die noch aus dem Jahr 2024. Demnach stritten sich Mietvertragsparteien 2024 insgesamt 197.092 Mal vor deutschen Amts- und Landgerichten, 2023 wurden 182.826 Streitfälle verzeichnet.