Mietwohnungen: Warum der Markt für Wohnungstausch sich so schwer tut
Die Suche nach bezahlbarem Wohnraum in großen Städten ist schwer. Wohnungstausch gibt es dort kaum.
(Foto: picture alliance/dpa)
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Vor allem in Großstädten, wo Wohnungen knapp und Mieten hoch sind, wird immer wieder über Wohnungstausch diskutiert. Einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zufolge leben dort etwa sechs Prozent der Haushalte in tendenziell zu kleinen Wohnungen und fast ebenso viele Haushalte in tendenziell zu großen Wohnungen. Rein rechnerisch hat Wohnungstausch also ein enormes Potenzial. Doch der Tauschmarkt kommt nicht so recht in Gang.
In Berlin haben die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften mit einem Bestand von insgesamt mehr als 350.000 Wohneinheiten seit 2014 sukzessive ein gemeinsames Tauschmodell erarbeitet. Ihre Mieter können auf der Plattform inberlinwohnen.de nach tauschwilligen Partnern suchen.
Für den Tausch gelten drei Grundbedingungen, sagt David Eberhart, Pressesprecher des BBU Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen: „Es wird eine bewohnte gegen eine andere bewohnte Wohnung getauscht. Möglich ist der Tausch von Wohnungen aller sechs beteiligten kommunalen Wohnungsunternehmen. Dabei tritt der Tauschende jeweils in die Mietkonditionen des Vormieters ein, es gibt keinen Neuvermietungszuschlag.“