Immobilienmarkt: Nach Instone-Absturz: Das bedeuten die Probleme beim Bau für die Wohnungspreise
Trotz der aktuellen Bauprojekte wird eine extrem hohe Nachfrage nach Bestandsimmobilien erwartet.
Foto: IMAGO/Martin MüllerFrankfurt. Klara Geywitz (SPD) hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Die Bundesbauministerin hält trotz Problemen in der Bauwirtschaft an dem Ziel der Ampelkoalition fest, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen. Doch die Zweifel in der Immobilienbranche wachsen, dass diese Zuversicht berechtigt ist.
Der Ukrainekrieg, steigende Materialpreise und Finanzierungskosten machen vielen Firmen zu schaffen. Verbände und Wohnungsunternehmen stellen sich laut einer Untersuchung des Immobilienverbands GdW bereits darauf ein, dass sich viele Projekte verzögern und teurer als erwartet ausfallen werden.
Diese Entwicklung könnte wiederum bedeutende Folgen für den gesamten Immobilienmarkt und damit für die Preise für Häuser und Wohnungen haben, warnen Experten. Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen, fand klare Worte für die derzeitige Lage: „Die Rahmenbedingungen sind eine einzige Katastrophe.“
Erst am Donnerstag, den 12.05. hat der Börsenabsturz des Projektentwicklers Instone ein Schlaglicht darauf geworfen, wie schwierig die Situation für manche Unternehmen geworden ist. Nachdem das SDax-Unternehmen seine Ziele für 2022 komplett zurückgenommen und keine neue Prognose mehr gewagt hatte, brach das Papier in der Spitze um 40 Prozent ein.