Konzernumbau: Vertrieb, Personal, Produkte: So sieht die neue Allianz in Deutschland aus
Der Versicherungskonzern will lokaler und globaler zugleich werden.
Foto: picture alliance / SvenSimonMünchen. Es ist das größte und riskanteste Umbauprojekt, an das sich Allianz-Chef Oliver Bäte in seiner Zeit an der Spitze des Münchener Versicherungsriesen gewagt hat. Es geht um das Ende der einst mächtigen Tochter Allianz Deutschland, das seit der Ankündigung im Frühjahr für reichlich Unruhe im Konzern sorgt.
Kein Wunder, denn Bäte will nicht nur einen der wichtigsten Ertragsbringer der Allianz aufspalten und die Kernbereiche Sach-, Lebens- und Krankenversicherung in die Eigenständigkeit entlassen, sondern auch gleich noch den Vertrieb neu ordnen.
Im März hatte der Konzern die grobe Richtung vorgegeben, in den vergangenen Monaten haben sich die Gremien mit der weiteren Ausgestaltung beschäftigt. Vor der Sommerpause stehen nun die wesentlichen Eckpunkte fest.
Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklären die beiden starken Männer der neuen deutschen Allianz, Bernd Heinemann und Andreas Kanning, zum ersten Mal die neue Struktur und ihre Folgen für den Konzern.
„Im Prinzip werden wir globaler und lokaler gleichzeitig“, sagt Bernd Heinemann, bisher Vorstand für Marktmanagement bei der Allianz Deutschland. Nach der Sommerpause geht es noch einmal in die Detail-Organigramme der einzelnen Einheiten, in denen es noch kleinere Veränderungen geben kann. Andreas Kanning Vertriebsvorstand der Allianz Deutschland geht „jedoch nicht von signifikanten Veränderungen an diesem Modell aus“.