Adyen, Worldline, Nexi: Bezahldienste verlieren Vertrauen von Investoren
Der Zahlungsdienstleister Worldline aus Paris hat die Investoren mit schwachen Ertragsaussichten enttäuscht.
Foto: imago images/Westend61Frankfurt. Einen Tag nach der Worldline-Gewinnwarnung haben sich die Aktien vieler Zahlungsdienstleister leicht erholt. Der französische Zahlungskonzern Worldline, der auch in Deutschland stark vertreten ist, hatte die Investoren am Mittwoch mit schwachen Ertragsaussichten geschockt. Die Aktie stürzte um fast 60 Prozent ab. Am Donnerstag stieg sie bis zum Nachmittag wieder um knapp sieben Prozent.
Worldline wies auch auf die schwache Wirtschaftslage in Deutschland hin. Der Konzern hält die Mehrheit an Payone aus Frankfurt, einem der großen Zahlungsabwickler im deutschen Einzelhandel. An der Firma sind auch deutsche Sparkassen beteiligt.
Die Zahlungsbranche steht seit Längerem unter Druck. Angesichts des Onlineshopping-Booms während der Coronakrise hatten Anleger große Hoffnungen in Wachstum sowie Gewinnaussichten der Unternehmen gesetzt. Zuletzt wurde aber immer deutlicher, dass sie vielfach die Erwartungen verfehlen.