DJT-Aktie: Trump Media will ins Finanzgeschäft – Aktie steigt
Düsseldorf. Die Trump Media and Technology Group hat ein neues Geschäftsfeld für sich entdeckt. Zusammen mit dem US-Broker Charles Schwab will das Unternehmen, das mehrheitlich dem US-Präsidenten gehört, ins Finanzgeschäft einsteigen und Produkte wie börsengehandelte Fonds (ETFs) und Kryptowährungen anbieten.
Die Ankündigung reichte aus, um die Aktie von Trump Media am Mittwoch um bis zu 15 Prozent steigen zu lassen. Die neue Finanzsparte wird unter dem Namen Truth.Fi firmieren und mit bis zu 250 Millionen US-Dollar ausgestattet, die Charles Schwab als Treuhänder verwahren soll.
Für Vorstandschef Devin Nunes ist die Entwicklung von Finanzprodukten eine „logische Erweiterung“ des bisherigen Angebots. Das Unternehmen ist vor allem für Trumps Social-Media-Plattform Truth Social bekannt.
Laut Nunes ist es das Ziel der Initiative, „America first“-Anlageinstrumente zu schaffen. Sie sollen eine Alternative zu etablierten Finanzprodukten bilden. „Die Entwicklung von ‚America first‘-Anlageinstrumenten ist ein weiterer Schritt zur Erreichung unseres Ziels, ein robustes Ökosystem zu schaffen, durch das amerikanische Patrioten sich vor der allgegenwärtigen Bedrohung durch Löschung, Zensur, Debanking und Datenschutzverletzungen durch Big-Tech- und Woke-Unternehmen schützen können“, sagt Nunes.
Die Aktie von Trump Media schwankt heftig. Anfang 2022 stieg der Kurs auf über 90 Dollar, im September 2024 war die Aktie nur noch knapp 13 Dollar wert, am Mittwochnachmittag notierten die Papiere bei knapp 33 Dollar.
Auch andere Aktien, die einen Bezug zu Trump haben, legten am Mittwoch im frühen Handel zu: Der Softwareentwickler Phunware, der in Trumps Wahlkampf 2020 eine Telefon-App entwickelte, stieg ebenso vier Prozent wie die Aktien der Videosharing-Plattform Rumble, in die Vizepräsident J.D. Vance investiert.
Erst am Dienstag hatte Elon Musk die Kooperation seiner Onlineplattform X mit Visa bekannt gegeben. Der Tech-Milliardär will aus dem Nachrichtendienst eine „Allzweck-App“ machen, über die Nutzer Waren bestellen, Urlaube buchen oder Finanzgeschäfte abwickeln können.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Finanzkonzern können X-Nutzer einander künftig direkt Geld schicken oder ihr X-Zahlungskonto aufladen. Ob X Money nur in den USA oder auch in anderen Ländern verfügbar sein wird, blieb zunächst unklar.