Wackelige Märkte: Nach Suse und Alphawave: Das Klima für Börsengänge wird rauer
Die Investoren gehen nicht mehr bei jedem IPO mit, das Geschäftsmodell muss überzeugen.
Foto: dpaFrankfurt, New York. Börsengänge von Technologieunternehmen sind keine Selbstläufer mehr. Das ist das Fazit nach den jüngsten Initial Public Offerings (IPOs) in Europa und den USA. Zur Wochenmitte merkte das auch der Nürnberger Softwarekonzern Suse: Der erste Kurs an der Frankfurter Börse lag mit 29,50 Euro unter dem Ausgabepreis von 30 Euro, später erholte sich die Aktie nur leicht.
Die Vorzeichen für den Börsengang von Suse standen nicht nur wegen der wackeligen Märkte schlecht, sondern auch deshalb, weil ein anderer Halbleiterspezialist in der vergangenen Woche in London einen Fehlstart hingelegt hatte: Die Aktie des Newcomers Alphawave war am ersten Handelstag um fast zehn Prozent gefallen.
Dieser Flop habe die Stimmung für Tech-Börsengänge in Europa massiv verschlechtert, berichten Investmentbanker. Das gelte auch für die schwache Performance des frisch gelisteten Lieferdienstes Deliveroo. Vor allem Börsengänge von E-Commerce-Unternehmen würden nicht mehr so leicht über die Bühne gehen, was sich zuletzt auch beim Rückzieher des virtuellen Kfz-Portals Meinauto gezeigt hatte.