Anleihen: Solide Unternehmen, die mit über sieben Prozent Zinsen locken
Neue nachrangige Unternehmensanleihen locken mit hohen Zinsen und bieten mitunter fast doppelt so viel Rendite wie erstrangige Anleihen.
Foto: DigitalVision Vectors/Getty ImagesFrankfurt. Jährliche Zinsen von über sieben Prozent für eine auf Euro lautende Anleihe: Solche Angebote lassen Anleger aufhorchen, stimmen sie aber gleichzeitig skeptisch. Denn sieben Prozent Zinsen sind viel und deuten auf ein hohes Risiko hin. Hohes Risiko bedeutet in der Regel, dass der Schuldner eine so schlechte Kreditwürdigkeit hat, dass Zins- und Rückzahlung der Anleihe unsicher sind.
Doch es gibt eine Nische am Anleihemarkt, in der solche Renditeversprechen nach der Zinswende der Europäischen Zentralbank eher die Regel als die Ausnahme sind – und das von Unternehmen mit guter Bonität wie zum Beispiel dem spanischen Telefonkonzern Telefónica oder ganz aktuell vom deutschen Autobauer Volkswagen.
Bei den Anleihen mit hohen Zinsen und Renditen handelt es sich um nachrangige sogenannte hybride Anleihen. Anlageprofis wie Peter Ball von Nomura Asset Management sehen in ihnen „einige der besten Anlagemöglichkeiten auf dem gesamten Anleihemarkt“. Ein Überblick, wie die Zinspapiere funktionieren und wie Anleger investieren können.
Anleihen mit Eigenschaften von Aktien
„Hybrid“ heißen die Anleihen, weil sie auch Eigenschaften von Aktien haben. Die ausgebenden Unternehmen können die Bonds zur Hälfte auf ihr Eigenkapital anrechnen und so ihre Bonitätsnoten bei den großen Ratingagenturen S&P, Moody’s und Fitch verbessern.