IPO-Markt: Anzeigen-Plattform SMG will an die Schweizer Börse
Frankfurt. Die Anzeigenplattform Swiss Marketplace Group (SMG) will an die Schweizer Börse gehen. Der Betreiber von Immobilien- und Autoportalen kündigte am Dienstag ein „Initial Public Offering“ (IPO) an der Schweizer SIX an. Dies könnte den zuletzt schwächelnden europäischen IPO-Markt beleben.
Dabei sollen den Interessenten mindestens 20 Prozent der SMG-Anteile angeboten werden, die vollständig aus dem Besitz der Altaktionäre stammten. Dem Unternehmen fließen damit aus dem Börsengang keine Erlöse zu. Angesichts des wachsenden und profitablen Geschäfts rechnen Kapitalmarktexperten mit einer Bewertung von vier bis fünf Milliarden Franken (umgerechnet etwa 4,3 bis 5,3 Milliarden Euro).
Zum genauen Zeitpunkt des Börsengangs wollten sich SMG und die Aktionäre nicht äußern. Für gewöhnlich dauert es nach der „Intention to float“, der formellen Ankündigung eines IPO, etwa vier Wochen, bis die Aktien öffentlich gehandelt werden können.
Wenige Börsengänge in Europa
Das IPO-Volumen entwickelte sich in Europa 2025 bisher verhalten. Laut Daten von Dealogic wurden in Europa seit Jahresbeginn etwa 7,2 Milliarden Dollar durch Börsengänge eingenommen. Zum Vergleich: Nach der Coronapandemie stiegen die Volumina für denselben Zeitraum im Jahr 2021 auf 63 Milliarden Dollar.