Märkte-Insight: Banger Blick in die USA

Für Ende Juli erwarten Strategen einen erneuten Zinsschritt.
Foto: APNach einer schwachen Woche vor allem für europäische Aktien schauen Investoren nun angespannt in die USA. Dort stehen neue Verbraucher- und Erzeugerpreise an, zu denen Einschätzungen führender US-Notenbanker und Aussagen zum weiteren zinspolitischen Kurs zu erwarten sind.
Ihre jüngsten Andeutungen lassen weitere Zinserhöhungen erwarten, auch wenn der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag gemischte Signale sendete. In Europa fürchten Strategen neue schwache Konjunkturdaten. Indes hoffen sie auf aufmunternde Firmenberichte.
Anleger könnten sich nach dem Abverkauf von Aktien in der vergangenen Woche fragen, ob die Märkte nicht mehr die Realität widerspiegeln, interpretiert Craig Erlam, Analyst beim US-Broker Oanda, die Lage an den Aktienmärkten. Bislang hätten Investoren zwischen Konjunkturangst und Zinssorgen immer wieder einen Weg gefunden, optimistisch zu werden.
„Aber mit jedem belastbaren Datenwert und jeder weiteren Zinserhöhung der Notenbanken wird das schwieriger“, meint er. Für Verunsicherung sorgt auch die Zuspitzung des Streits zwischen den USA und China um Chips und Rohstoffe.
In der vergangenen Woche haben vor allem schwache Konjunkturzahlen aus Europa sowie Hinweise aus der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) auf weiter anstehende Leitzinsanhebungen die wichtigen Aktienindizes in Europa um mehr als drei Prozent ins Minus gedrückt. Die führenden US-Indizes sanken um rund ein Prozent.