Bitcoin: Streit unter Republikanern schwächt den Kurs und Krypto-Aktien
New York. Der Bitcoin-Kurs ist am späten Dienstag eingebrochen. Die größte und älteste digitale Währung notierte zeitweise bei knapp 115.765 Dollar, nachdem sie am Montag ein neues Allzeithoch von mehr als 123.000 Dollar erreicht hatte.
Auch die Aktie des Stablecoin-Anbieters Circle schloss an einem ansonsten starken Börsentag für Tech-Werte rund fünf Prozent im Minus. Das Papier der Kryptobörse Coinbase brach zeitweise um acht Prozent ein, erholte sich jedoch wieder.
Streit über Stablecoin-Gesetz
Grund für die Verunsicherung war ein überraschender Streit unter den Republikanern im Repräsentantenhaus. Die Partei von US-Präsident Donald Trump hatte für diese Woche die „Crypto Week“ ausgerufen, um das sogenannte Stablecoin-Gesetz zu verabschieden, damit Trump es unterzeichnen kann.
Der Senat und das Repräsentantenhaus hatten in den vergangenen Wochen leicht unterschiedliche Versionen des Gesetzes verabschiedet. Nun müssen diese zu einer einheitlichen Fassung zusammengeführt werden. Doch einige Abweichler unter den Republikanern stellten neue Forderungen, die den Prozess vorerst stoppten.
Dabei galt es in Washington eigentlich als ausgemacht, dass das Repräsentantenhaus die Senatsversion durchwinken würde. Stablecoins sind Tokens, deren Kurs fest an einen Basiswert wie etwa den Dollar gekoppelt ist und daher nicht im Wert schwanken. Das Gesetz regelt, wie Stablecoin-Anbieter die eingenommenen Gelder verwalten dürfen, um sicherzustellen, dass ein Stablecoin jederzeit in einen Dollar umgetauscht werden kann.