Devisen: Erreicht der Dollar bald die Parität zum Euro?
Die amerikanische Währung hat seit Jahresbeginn deutlich an Wert gewonnen.
Foto: ReutersFrankfurt. Schon oft haben Experten das Ende der globalen Dominanz des Dollars ausgerufen. So auch jetzt wieder. Die massiven Sanktionen gegen Russland würden dazu führen, dass Länder wie Russland und China Alternativen zur bisherigen Leitwährung entwickeln, heißt es.
Aktuell aber strotzt der US-Dollar nur so vor Stärke. So hat er seit Jahresbeginn um mehr als 4,5 Prozent gegenüber dem Euro aufgewertet. In der vergangenen Woche erreichte er sogar ein Zwei-Jahres-Hoch gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung. Einige Ökonomen rechnen inzwischen damit, dass er bald das Niveau von einem Dollar je Euro erreicht.
Aus europäischer Perspektive wäre ein starker Dollar und ein schwacher Euro normalerweise durchaus verlockend, weil dadurch Exportprodukte aus Europa im Ausland günstiger und damit attraktiver werden, was die Wirtschaft stimuliert. Momentan aber hält sich die Freude in Grenzen. Vielen bereitet die hohe Inflation im Euro-Raum Sorge. Diese würde sich tendenziell noch weiter verstärken, wenn der Kurs des Euros schwächer und der des Dollars stärker würde.