Iran: Ölpreise fallen nach Trump-Aussage um teils mehr als vier Prozent
Düsseldorf. Die Ölpreise reagieren deutlich auf die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu den Gesprächen mit dem Iran. Die Nordseesorte Brent fiel am Donnerstag um bis zu 3,7 Prozent auf 63,69 Dollar pro Barrell. Die Rohöl-Sorte WTI verlor in der Spitze mehr als vier Prozent auf 60,55 Dollar.
Trump hatte sich optimistisch zu den laufenden Atom-Gesprächen mit dem Iran geäußert. „Ich denke, wir sind nahe dran, einen Deal zu machen“, sagte Trump bei einem Besuch in Katar. „Wir verhandeln sehr ernsthaft mit dem Iran über einen langfristigen Frieden, und wenn wir das schaffen, wäre das fantastisch.“
Der Iran habe bestimmte Bedingungen akzeptiert, „dass er keinen – ich nenne es freundlich – nuklearen Staub herstellen wird“, erklärte der 78-Jährige, ohne Details zu nennen. Es blieb offen, worauf er sich genau bezog.
Ein Deal zwischen den USA und dem Iran könnte zu einer Lockerung der Sanktionen führen. In der Folge könnte es zu einem Überangebot am Markt kommen. Vor der Wiedereinführung der Ölsanktionen im Jahr 2018 lag die Rohölproduktionskapazität des Iran jahrzehntelang bei rund 3,8 Millionen Barrel pro Tag. Derzeit exportiert das Land rund 1,6 Millionen Barrel pro Tag.