US-Wahl: Trumps Sieg könnte dem Gold-Einzelhandel schaden
Frankfurt. Viele Wahlversprechen des neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump sind Indikatoren für einen mittelfristig höheren Goldpreis – so will der Republikaner Zölle erhöhen, und auch das US-Defizit könnte weiter steigen. Trotzdem könnte Trumps Wahlsieg für den US-Goldhandel eine Belastung darstellen. Denn US-Privatanleger neigen dazu, mehr Gold zu kaufen, wenn ein Demokrat im Weißen Haus sitzt.
Das ist das Ergebnis einer Analyse von Adrian Ash, Research-Chef des Goldhändlers Bullionvault. Er hat sich Daten der Münzprägeanstalt der Vereinigten Staaten (US Mint) angesehen, die bis ins Jahr 2001 zurückgehen. Demnach wurden mehr als doppelt so viele neue Gold- und Silbermünzen des Typs Eagle verkauft, wenn ein demokratischer Präsident im Amt ist. Dasselbe gilt laut Ash nicht nur für neue Münzen, sondern für den Gold-Einzelhandel generell.
„Republikanische Wähler versuchen oft, ihr Vermögen und ihre Ersparnisse vor liberalen und linksgerichteten Präsidenten zu schützen“, so Ash. Bereits im Vorfeld hätten konservative Stimmen für Goldkäufe im Falle eines Wahlsieges von Kamala Harris geworben, so etwa die Fox-News-Moderatorin Laura Ingraham.