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Börse AsienDurchbruch im Zollstreit treibt Japans Börse an

Die Börse in Japan legt dank guter Unternehmenszahlen und der Hoffnung auf eine Lösung im Zollstreit auf ein Rekordhoch zu. Die meisten folgten dem Fall an der Wall Street vom Vortag.Martin Kölling 10.08.2025 - 19:09 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Anleger in Asien sind zum Wochenstart vorsichtig. Foto: Reuters

Tokio. Eine Zusatzregelung bei der US-Japan-Zolleinigung hat den japanischen Börsen zum Wochenschluss einen Kurssprung beschert. Die US-Regierung habe zugesagt, sich überschneidende Zölle auf japanische Waren zu beseitigen, teilte Japans Unterhändler Ryosei Akazawa nach Gesprächen in Washington mit.

So sollte der im vergangenen Monat vereinbarte 15-Prozent-Zoll auf japanische Importe nicht zusätzlich auf Produkte wie Rindfleisch erhoben werden, die bereits höheren Abgaben unterliegen. Bereits gezahlte Doppelabgaben sollen zudem rückerstattet werden.

  • In Tokio stieg der 225 Werte umfassende Nikkei-Index für eine kurze Zeit über die Marke von 42.000 Punkten und damit knapp unter das Allzeithoch vom Sommer vorigen Jahres. Zu Handelsschluss gewann er 1,7 Prozent auf 41.769 Punkte.
  • Der breiter gefasste Topix legte um gut ein Prozent auf 3020 Zähler zu und übersprang damit erstmals die psychologisch wichtige Marke von 3000 Punkten.
  • Die Börse Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gaben indes jeweils leicht nach. Dennoch lagen sie gut zwei und fast 1,5 Prozent über dem Vorwochenschluss.

Händler erklärten die Einbußen in vielen asiatischen Märkten mit schwachen Vorgaben der Wall Street, die am Vorabend nach anfänglichen Gewinnen im Minus geschlossen hatte. In Tokio sorgte dagegen ein möglicher Durchbruch im Zollstreit mit den USA für eine Sonderkonjunktur an der Börse.

Chefunterhändler Ryosei Akazawa berichtete nach zweitägigen Krisengesprächen in Washington, Zölle, die seit dem Inkrafttreten der neuen Abgaben am 7. August zu viel geleistet werden, würden die USA rückerstatten.

Dass die USA nachträglich ihre bisher nicht umgesetzten Absprachen im Zoll-Deal anwenden würden, war ein wichtiges Signal für die Anleger in Japan. Denn nach der Einigung hatte US-Präsident Donald Trump zum Ärger Japans den Autozoll nicht von 25 auf 15 Prozent gesenkt.

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