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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen schließen im Minus – Rekordjagd beendet

Der überraschende Anstieg der US-Inflationsrate verunsichert die Anleger. Die starken Zahlen von JPMorgan und Goldman Sachs waren ein Stimmungsaufheller.
13.07.2021 Update: 13.07.2021 - 22:55 Uhr Kommentieren
Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Händler an der Börse New York

Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

Frankfurt/New York Die Wall Street hat ihre Rekordjagd am Dienstag vorläufig beendet. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss 0,3 Prozent tiefer auf 34.888 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 0,4 Prozent auf 14.677 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,4 Prozent auf 4369 Punkte ein. Händler verwiesen auf eine Auktion von 30-jährigen Staatsanleihen, bei der die Nachfrage geringer ausgefallen war als von Investoren erwartet. Dadurch stiegen die Renditen.

Die US-Inflationsrate lag im Juni bei 5,4 Prozent im Jahresvergleich. Experten hatten mit 4,9 Prozent gerechnet. Die Verbraucherpreise hatten sich damit so stark erhöht wie seit fast 13 Jahren nicht mehr. Die sogenannte Kernrate, bei der Lebensmittel- und Energiepreise unberücksichtigt bleiben, stieg um 4,5 Prozent, der stärkste Anstieg seit September 1991 und weit über der Schätzung von 3,8 Prozent.

Alle treibe die Frage um, wie lange dieser Preisdruck anhalte, sagte Mike Loewengart, Chef-Anlagestratege beim Brokerhaus E*Trade. Jede weitere hohe Inflationszahl mache es der US-Notenbank Fed schwerer und schwerer, an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik festzuhalten.

Spekulationen auf eine abebbende Geldflut gaben der Weltleitwährung Auftrieb. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, stieg um 0,6 Prozent auf 92,77 Punkte.

Jamie Cox, Partner beim Vermögensberater Harris Financial, mahnte zur Besonnenheit. „Wenn man bedenkt, dass ein Drittel des Anstiegs auf die Gebrauchtwagenpreise zurückgeht, wird das Vorübergehende dieser Entwicklung klarer.“

Vor diesem Hintergrund warteten Börsianer gespannt auf die Anhörung des Fed-Chefs Jerome Powell vor dem US-Kongress am Mittwoch und seine Reaktion auf die aktuellen Inflationsdaten. Bislang hat Powell stets betont, dass der Preisdruck vorübergehend sei und die Geldpolitik locker bleibe.

JPMorgan und Goldman Sachs mit starken Zahlen

Ein Stimmungsaufheller waren die starken Quartalsergebnisse von JPMorgan und Goldman Sachs. „Diese Banken hatten hervorragende Zahlen“, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. Sollten die Firmenbilanzen insgesamt ähnlich gut ausfallen wie diejenigen für das erste Quartal, seien die Aussichten für die Börsen gut.

Die Aktien der beiden Geldhäuser gaben dennoch bis zu 1,5 Prozent nach. „Wir wissen, dass die Bilanzsaison für das zweite Quartal unglaublich wird“, sagte Anlagestratege Jon Adams vom Vermögensverwalter BMO. „Die Frage ist, haben das Gewinn- und das Wirtschaftswachstum ihre Höhepunkte erreicht?“

Blick auf die Einzelwerte

Boeing: Unter Verkaufsdruck standen auch die Papiere von Boeing, die sich um 4,2 Prozent verbilligten. Der Flugzeugbauer muss wegen neuer technischer Probleme mit seinem 787 Dreamliner die Produktion der Maschinen dieses Typs drosseln.

Pepsico: Die Titel von PepsiCo stiegen dagegen um 2,3 Prozent. Das Quartalsergebnis des Getränke- und Knabberartikel-Herstellers habe deutlich über den Markterwartungen gelegen, lobte Analyst Kevin Grundy von der Investmentbank Jefferies. Gleiches gelte für das angehobene Gewinnziel.

Creatd: Nach dem rund 33-prozentigen Kurssprung legte Creatd zunächst weitere 40 Prozent zu. Auslöser der Rally bei dem Anbieter von Software, mit der Kreative ihre Arbeit zu Geld machen können, sind Börsianern zufolge eine Vielzahl Beiträge in einschlägigen Internet-Foren, in denen sich Kleinanleger gegenseitig zum Kauf ermuntern. Der Höhenflug endete aber rasch und die Titel stürzten zum Schluss um mehr als 17 Prozent ab.

Welbilt: Enttäuschte Hoffnung auf einen Bieter-Wettstreit schicken die Aktien des Küchenausrüsters auf Talfahrt. Sie fallen an der Wall Street um fast 6,7 Prozent. Rivale Middleby hatte zuvor einer Anhebung seiner 2,9 Milliarden Dollar schweren und vom italienischen Konkurrenten Ali Group überbotenen Offerte eine Absage erteilt. Middleby-Titel gewinnen gut ein Prozent.

Mehr: 600 Milliarden Dollar Cash für Investitionen, Dividenden und Aktienrückkäufe

  • rtr
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