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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Wall Street schließt im Plus – Tech-Indizes erreichen Rekordhoch

Die US-Börsen beenden den Handelstag in der Gewinnzone. Zu den Verlierern am Aktienmarkt zählen Werte aus dem Kryptowährungssektor.
22.06.2021 Update: 22.06.2021 - 22:47 Uhr Kommentieren
Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa
Händler an der Börse New York

Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange.

(Foto: dpa)

New York Die Wall Street ist am Dienstag auf Erholungskurs geblieben. Insbesondere die beiden wichtigsten Tech-Indizes Nasdaq 100 sowie Nasdaq Composite legten weiter zu und erreichten jeweils Rekordhochs. Die Standardwerte hingegen präsentierten sich etwas weniger dynamisch.

So schwankte der Dow Jones Industrial um seinen Schlusskurs vom Vortag und ging 0,20 Prozent höher bei 33.945 Punkten aus dem Handel. Der US-Leitindex hatte sich bereits am Montag ein gutes Stück von einer verlustreichen Vorwoche erholt und 1,8 Prozent höher geschlossen.

Der den breiten Markt abbildende S&P 500 rückte um 0,51 Prozent auf 4246 Zähler vor. Der Nasdaq 100 stieg um 0,94 Prozent auf 14.270 Punkte. Das im Tagesverlauf erreichte Rekordhoch liegt nun bei 14.288 Punkten.

Mit Spannung wurde die Rede von Fed-Chef Jerome Powell am Abend erwartet: Trotz der rasant gestiegenen Inflation in den USA wird die Notenbank laut Powell Geduld bewahren. Die Preisanstiege seien wie die Daten vom Arbeitsmarkt und beim Wirtschaftswachstum Ergebnis der „ungewöhnlichen Situation“ in der abklingenden Pandemie, sagte er am Dienstag vor dem Corona-Unterausschuss im Kongress. Die Notenbank werde die Zinsen nicht präventiv aus Furcht vor einer einsetzenden Inflation erhöhen, betonte er.

Die Preissprünge seien zum großen Teil durch die Wiedereröffnung der Wirtschaft bedingt, wie man etwa an den teurer gewordenen Gebrauchtwagen ablesen könne. Man brauche wohl noch „etwas Geduld“, um zu sehen, was sich wirklich tue. Doch die zu beobachtenden Effekte sprächen nicht für eine weitgehend angespannte Wirtschaft, die höhere Zinsen erfordern würde.

Unterdessen fiel Bitcoin zeitweise unter die psychologisch wichtige 30.000er Marke um bis zu zwölf Prozent auf ein Fünf-Monats-Tief von 28.800 Dollar. Das Vorgehen der chinesischen Regierung gegen die Kryptowährungsindustrie und den Handel mit Cyber-Devisen habe Anleger verschreckt, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research.

„Der aktuelle Ausverkauf kann für Anleger aber auch Gelegenheit bieten, sich mit großen Preisabschlägen mit Bitcoin einzudecken“, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Einige Schnäppchenjäger nahmen diese Chance wahr. Bis zum Abend erholte sich der Kurs auf 32.614 Dollar.

Vor diesem Hintergrund flogen Werte aus dem Kryptowährungssektor und Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen, aus den Depots. So fielen die Papiere von Marathon, Ebang und Silvergate an der Wall Street um bis zu acht Prozent.

Blick auf die Einzelwerte

MicroStrategy: Die Papiere der Softwarefirma, die nach eigenen Angaben Milliarden in Bitcoin gesteckt hat, rutschen um bis zu zwölf Prozent ab. Er halte es für fragwürdig, dass ein börsennotiertes Unternehmen so eine massive Wette auf eine derart schwankungsanfällige Anlage eingehe dürfe, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Dabei sei es irrelevant, ob die Rechnung am Ende aufgehe oder sich das Ganze kolossaler Fehler entpuppe.

Tupperware: Die Papiere steuern mit einem Plus von zeitweise gut 17 Prozent auf den größten Tagesgewinn seit acht Monaten zu. Der Anbieter von Frischhalte-Dosen zahlt einen 58 Millionen Dollar schweren Kredit vorzeitig zurück und will eigene Anteilsscheine im Volumen von 250 Millionen Dollar zurückkaufen.

Biontech: Die Aktien des deutschen Unternehmens gewinnen 3,9 Prozent. Bei der Hauptversammlung brachte der Chef Ugur Sahin für das kommende Geschäftsjahr eine Dividende ins Gespräch. Außerdem gab die EU-Arzneimittelagentur EMA zwei weitere Produktionsstätten zur Herstellung des Coronavirus-Impfstoffs von Biontech und Pfizer frei. Pfizer-Papiere rückten ein knappes Prozent vor.

Nvidia: Die Aktien steigen um mehr als zwei Prozent auf 755 Dollar, nachdem die US-Investmentbank Raymond James das Kursziel für den Halbleiterspezialisten auf 900 Dollar anhob und die Einstufung „strong buy“ beibehielt. Dabei wurde die Stärke des Unternehmens in vielen Produktkategorien hervorgehoben.

Gamestop: Die Aktien klettern um fünf Prozent in die Höhe. Der Videospielhändler teilte mit, dass er durch die Ausgabe von fünf Millionen Aktien rund 1,13 Milliarden Dollar eingenommen hat. Gamestop nutzt damit den starken Anstieg des Aktienkurses in diesem Jahr und stärkt seine Finanzen. Das Geld soll für „Wachstumsinitiativen“ und zur Stärkung der Bilanz verwendet werden.

Gamestop steckte mit seinen Läden eigentlich schon länger in der Krise, dann eröffnete der Kursaufschwung dem Unternehmen neue Möglichkeiten. Nun will die Firma sich vom angestaubten Geschäftsmodell einer klassischen Einzelhandelskette verabschieden und zu einem modernen Technologie-Anbieter für Online-Gamer werden.

Plug Power: Das Wasserstoff-Unternehmen meldete für das abgelaufene Quartal höhere Umsätze als erwartet. Allerdings fiel der Verlust jedoch ebenfalls höher aus als angenommen. Die Aktie steigt um 13,97 Prozent.

Microsoft rückte um 1,1 Prozent vor. Die Börsenbewertung des Softwarekonzerns übertraf erstmals die Marke von zwei Billionen Dollar.

Mehr: Britischer Hedgefonds muss nach verlorener Gamestop-Wette schließen

  • rtr
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