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Dow Jones, S&P 500, NasdaqUS-Börsenkurse schließen nach Powell-Aussagen im Plus – New York Community Bank bricht kurzzeitig ein

Der Chef der US-Notenbank Jerome Powell hat bei einer Rede vor dem Kongress keine konkreten Hinweise zu einer baldigen Zinssenkung gegeben. Die Investoren sind trotzdem optimistisch. 07.03.2024 - 01:33 Uhr aktualisiert
Die Wall Street in New York. Foto: dpa

New York. Die jüngsten Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell haben die Wall Street ins Plus gehievt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Mittwoch 0,2 Prozent höher auf 38.661 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,6 Prozent auf 16.031 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,5 Prozent auf 5104 Punkte zu.

Die Investoren zeigten sich laut Experten gelassen, weil Powells Worte genau mit den Markterwartungen übereinstimmten. Der Vorsitzende der US-Notenbank Fed ließ den genauen Zeitpunkt einer ersten Zinssenkung weiter in der Schwebe. Die Inflation habe zwar deutlich nachgelassen, hieß es. Allerdings brauchten die Währungshüter „größere Zuversicht“ in einen nachhaltigen Rückgang der Inflation, bevor sie die Leitzinsen senken könnten.

„Keine der Nachrichten von Powell sind wirklich gute Nachrichten, und wir sind immer noch in Wartestellung“, sagte David Russell, Chefstratege beim Broker TradeStation. „Allerdings gibt es inzwischen zumindest einen Konsens darüber, wohin wir gehen. Die aktuell hohen Zinsen machen den Anlegern also immer weniger Angst.“

US-Arbeitsmarktdaten machen Hoffnung

Für entspannte Stimmung sorgten auch neue Daten zum US-Arbeitsmarkt. Die US-Unternehmen haben laut einer Umfrage im Februar weniger Stellen geschaffen als von Experten erwartet. Unter dem Strich entstanden demnach im vorigen Monat 140.000 Jobs, wie der Personaldienstleister ADP zu seiner Befragung von Firmen mitteilte.

Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Stellenzuwachs im Privatsektor von 150.000 gerechnet. Dies schürte Hoffnungen auf eine vergleichsweise baldige geldpolitische Wende der Fed, die versucht, mit hohen Zinsen unter anderem den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen.

USA stocken Ölreserven nach Rekordverkauf langsam wieder auf

Nach dem Rekordverkauf 2022 stocken die USA langsam ihre Ölreserven wieder auf. Das US-Energieministerium teilte am Mittwoch mit, drei Millionen Barrel Rohöl für die strategischen Ölreserven (SPR) erwerben zu wollen. Das Öl ist zur Lieferung im September angedacht. 2022 hatten die USA 180 Millionen Barrel Öl aus der Reserve verkauft. Die Freigabe aus der strategischen Reserve sollte den Ölpreis in den USA stabilisieren, der in Folge des Ukraine-Kriegs gestiegen war.

Bislang haben die USA fast 26,3 Millionen Barrel zu einem Durchschnittspreis von 76,47 Dollar pro Barrel zurückgekauft. Das ist weniger als der Durchschnittspreis von 95 Dollar pro Barrel, zu dem das Öl veräußert wurde. Am Mittwoch kostete ein Barrel Rohöl rund 79 Dollar.

Weitere Einzelwerte im Fokus

New York Community Bank (NYCB): Die Aktie der krisengeplagten Regionalbank verlor zeitweise mehr als 40 Prozent, schloss dann aber 7,45 Prozent im Plus. Das „Wall Street Journal“ und die Nachrichtenagentur Reuters berichteten, dass die NYCB auf der Suche nach frischen Mitteln bei externen Investoren vorstellig geworden sein soll. Die Aktie wurde zeitweise vom Handel ausgesetzt.

Die NYCB hatte Ende Januar einen Quartalsverlust von 252 Millionen Dollar ausgewiesen und die Dividende gekürzt. Der Jahresbericht soll nun aufgrund der Unregelmäßigkeiten später als geplant vorgelegt werden.

Foot Locker: Die Aktien des Sportartikelhändlers brachen 29,35 Prozent ein. Foot Locker hat am Mittwoch Geschäftszahlen für das vergangene Quartal vorgelegt – und einen Ausblick auf das weitere laufende Geschäftsjahr geworfen. Die Profitabilitätsziele, die sich das Unternehmen 2023 gesetzt hat, erreicht Foot Locker demnach erst zwei Jahre später als geplant. 

CrowdStrike: Ein Kurssprung von knapp 10,76 Prozent beim Cybersecurity-Giganten CrowdStrike beflügelte auch andere Branchentitel. Aktien von SentinelOne und Fortinet gewannen 4,94 und 3,3 Prozent. CrowdStrike begeisterte die Anleger mit einem Ausblick auf 2025, der die Erwartungen der Analysten übertraf.

Palantir Technologies: Das Softwareunternehmen hat vom US-Militär einen Auftrag in Höhe von knapp 180 Millionen US-Dollar erhalten. Dabei geht es um Bodenstationen, Kommunikationssysteme, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz betrieben werden. Die Nachricht ließ den Kurs von Palantir 9,82 Prozent steigen.  

Coinbase: Die neuerlichen Preissteigerungen beim Bitcoin wirken sich auch auf den Kurs der Kryptohandelsplattform aus. Die Papiere von Coinbase schlossen 10,05 Prozent im Plus.

Nordstrom: Trotz guter Geschäftszahlen im vergangenen Quartal, sank der Aktienkurs der Kaufhauskette um 16,08 Prozent. Das liegt an dem trüben Ausblick, den Nordstrom auf das weitere laufende Geschäftsjahr wirft. 

Estee Lauder: Aus den Depots flogen dagegen Estee Lauder mit einem Minus von 1,3 Prozent. Wie das unabhängige US-Labor Valisure mitteilte, seien in einigen Akne-Produkten von Marken des Konzerns wie Estee Lauder, Clinique und Up & Up von Target hohe Werte der krebserregenden Chemikalie Benzol festgestellt worden.

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