Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Deutliche Gewinne an der Wall Street
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersNew York. Die Anleger warten auf einen Durchbruch beim US-Schuldenstreit. Für zusätzlichen Optimismus im Bankensektor sorgte die Regionalbank Western Alliance mit einem ermutigenden Liquiditätsstand. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent höher auf 33.420 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,3 Prozent auf 12.500 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 1,2 Prozent auf 4158 Punkte zu.
„Der vorsichtige Optimismus, der sowohl von Präsident Biden als auch von Sprecher McCarthy zum Fortschritt der Schuldengespräche geäußert wurde, hat dazu geführt, dass sich die Menschen ein wenig besser fühlen“, sagte Michael James, Leiter des Aktienhandels bei Wedbush Securities. Das US-Finanzministerium befürchtet indes, die Rechnungen des Bundes ohne Einigung nur noch bis zum 1. Juni bezahlen zu können. Finanzministerin Janet Yellen warnte zuletzt vor einem weltweiten Börsenbeben, sollte es zu einem Zahlungsausfall der USA kommen.
Nach einem hochrangigen Treffen zur Beilegung des Konflikts hatte sich Präsident Joe Biden zuversichtlich geäußert. Zwar sei an einigen schwierigen Themen noch viel zu arbeiten. Er sei jedoch optimistisch, „dass es einen Weg zu einer verantwortungsvollen, parteiübergreifenden Haushaltsvereinbarung“ gebe. Zuvor hatten bereits der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, von positiven Zeichen beim Treffen mit Biden im Weißen Haus gesprochen. Kevin McCarthy sagte, das Erreichen einer Einigung in dieser Woche sei „machbar“. Der Chef der Bank JP Morgan, Jamie Dimon, ergänzte, die US-Regierung werde „wahrscheinlich“ nicht in Zahlungsverzug geraten.