Nikkei, Topix und Co.: Börsen vor US-Beschäftigungszahlen ohne gemeinsame Richtung
Die Märkte in Asien finden keine geneinsame Richtung.
Foto: ReutersTokio. Die asiatischen Aktienmärkte starten uneinheitlich in die Woche. Eine Reihe schwacher US-Daten deuteten auf Abwärtsrisiken für die in dieser Woche anstehenden Beschäftigtenzahlen im Juni hin, während Sorgen um eine mögliche Rezession eine Erleichterungsrallye auslösten. „Der Markt hat auch ein zunehmend aggressives Zinssenkungsprofil für die US-Notenbank Fed bis 2023 und 2024 eingepreist, was mit einer wachsenden Wahrscheinlichkeit einer Rezession einhergeht“, schrieben Analysten der NAB in einer Mitteilung.
Investoren befürchteten neue Lockdowns in China, weil die Fallzahlen dort wieder stiegen, sagte Analyst Park Gwang Nam vom Vermögensverwalter Mirae. Neue Pandemie-Beschränkungen in einigen chinesischen Städten bremsten Börsianern zufolge die dortigen Kurse aus.
In Tokio gab eine Rally der Versorger dem Gesamtmarkt Auftrieb. Hier setzten Investoren auf steigende Gewinne, weil eine Hitzewelle den Strombedarf für Klimaanlagen in die Höhe treibt.
Zu den Favoriten gehörte Tokyo Electric. Die Aktien stiegen um bis zu 14 Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 659 Yen. Die Titel von KDDI fielen dagegen um 1,6 Prozent. Der zweitgrößte japanische Mobilfunker hatte am Wochenende den größten Netzausfall seiner Geschichte. Fast 40 Millionen Nutzer blieben ohne Verbindung.
Die Börse in Tokio hat sich am Montag zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent höher bei 26.153 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,3 Prozent und lag bei 1869 Punkten. Die Börse in Schanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzen trat auf der Stelle.
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 135,43 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,6925 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9591 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,0430 Dollar und notierte kaum verändert bei 0,9591 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2099 Dollar.