Nikkei, Topix & Co: Schlechte Konjunkturaussichten vermiesen Anlegern in Asien die Kauflaune
Der Nikkei lag bis zur Mittagspause im Minus.
Foto: APTokio. Wegen trüber Konjunkturaussichten ziehen sich Anleger aus den asiatischen Aktienmärkten zurück. Der japanische Nikkei-Index fiel am Dienstag um 0,9 Prozent auf 26.765 Punkte und die Börse Shanghai um 1,5 Prozent auf 3100 Zähler.
Die strengen Pandemie-Beschränkungen in China dämpften das dortige Wirtschaftswachstum, sagte ein Börsianer. Hinzu kämen die gestiegenen Energiekosten und die weltweit hohe Inflation, denen die Notenbanken mit Zinserhöhungen entgegenträten.
Gleichzeitig falle die Unterstützung durch ermutigende Geschäftszahlen weg, da die Bilanzsaison ausgelaufen sei, warf Finanzmarkt-Experte Chihiro Ohta vom Vermögensverwalter SMBC Nikko ein.
Gegen den Trend griffen Investoren bei chinesischen Autobauern zu. Die Aktien von China Grand Automotive, Geely und Great Wall Motor stiegen um bis zu neun Prozent. Die Regierung in Peking will unter anderem mit Steuererleichterungen die Nachfrage ankurbeln. Wegen fehlender Details lasse sich der Effekt bislang zwar nur schwer quantifizieren, schrieb Analyst Vincent Sun vom Research-Haus Morningstar. Die Maßnahmen würden aber zweifellos den Absatz anschieben.