Einkaufen in Internet: Online zahlen? Aber sicher!
Erst mal den Online-Einkaufswagen füllen - doch dann stellt sich die Frage nach der Bezahlart.
Foto: dpaDüsseldorf. Wer im Internet einkauft, hat die Qual der Wahl. Nicht nur, weil es so viele unterschiedliche Shops und Produkte gibt, sondern auch wegen der Vielfalt der Zahlungsmöglichkeiten. Entscheidende Vorteile bietet nach Meinung von Verbraucherschützern noch immer die Rechnung: Der Kunde zahlt erst, nachdem er die Ware erhalten hat und seine Kontodaten muss er nirgendwo im Netz angeben. Doch was tun, wenn diese Bezahlmethode nicht verfügbar ist?
So wie eine Vorauszahlung für Kunden das Risiko birgt, dass sie keine Ware erhalten, riskiert auch der Händler beim Verkauf auf Rechnung, dass er nach Versand der Ware kein Geld bekommt. Die kundenfreundliche Rechnung bieten viele Shops deshalb gar nicht an. Doch auch andere Bezahlsysteme gelten als sicher und zielen vor allem auf die Bequemlichkeit der Kunden ab.
Bei der Online-Bestellung zunächst die Adressdaten eintippen und später bei der Bezahlung eine Online-Überweisung ausfüllen oder gar zur Bank gehen? Das mag vielen Käufern inzwischen altmodisch und umständlich erscheinen. Abhilfe schaffen moderne Bezahlsysteme wie Paypal, Klarna oder Sofortüberweisung. Mal sind die persönlichen Kontodaten bei den Anbietern hinterlegt, mal leiten die Systeme zur Online-Banking-Seite einer Bank weiter oder treten als eine Art Bürge zwischen Käufer und Verkäufer auf – und sorgen so für Vertrauen.
„Damit ein Bezahlsystem erfolgreich ist, muss es drei Voraussetzungen erfüllen: Es muss sicher sein, breit verfügbar und einfach zu handhaben“, sagt Ingmar Böckmann, der im Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) für Zahlungssysteme und IT-Sicherheit zuständig ist.
Im vergangenen Jahr wurden laut der bevh-Studie „Interaktiver Handel in Deutschland 2013“ 38 Prozent der Online-Einkäufe per Rechnung bezahlt (2012: 37 Prozent), 24 Prozent entfielen auf die Lastschrift (2012: 24 Prozent), 14 Prozent auf Kreditkarte (2012: 14 Prozent), 19 Prozent auf Digitale Bezahlsysteme (2012: 17 Prozent), zwei Prozent auf Nachnahme (2012: drei Prozent) und ein Prozent auf Ratenkauf.
„Innerhalb der Digitalen entfällt ein Großteil auf Paypal, auch Sofortüberweisung wird intensiv genutzt und momentan scheint sich Barzahlen zu etablieren“, sagt Böckmann. Barzahlen verfolgt einen komplett neuen Ansatz: Der Kunde kauft etwas im Onlineshop, bekommt dann einen Zahlschein und bezahlt bei einem stationären Händler – etwa einer dm-Drogerie oder Telekom-Filiale. Nach Geldeingang wird die Ware verschickt. „Dieses System richtet sich nicht nur an Personen, die ihre Daten schützen wollen, sondern auch an jene, die nicht über ein Girokonto verfügen oder Probleme mit ihrer Bonität haben“, sagt Böckmann.
Eine Studie des EHI – einem wissenschaftlichen Institut internationaler Handelsunternehmen und ihrer Branchenverbände – teilt die digitalen Bezahlsysteme in drei Kategorien ein: E-Wallet, Rechnung und Online-Banking. Untersucht wurde die Sichtbarkeit in den Top-1000-Online-Shops. Demnach wird in 82 Prozent der Shops das Bezahlen per E-Wallet angeboten. Dazu zählen unter anderen Paypal mit einer Sichtbarkeit von 82 Prozent, Bezahlen über Amazon (sieben Prozent) und Clickandbuy (rund drei Prozent).
Ein Kauf auf Rechnung ist in rund 56 Prozent der Shops möglich. Am weitesten verbreitet ist ein Kauf auf Rechnung, bei dem der Händler den Kauf selbst abwickelt oder sich Unterstützung bei einem Rechnungsdienstleister sucht, der gegenüber dem Kunden aber nicht in Erscheinung tritt (38 Prozent). Es folgen der Rechnungskauf über Billsafe (sieben Prozent) und über Klarna (sechs Prozent).
Beim Online-Banking wird der Kunde aus dem Online-Shop entweder auf ein Zahlformular des Anbieters oder auf die Seite seiner Bank weitergeleitet. Eine solche Bezahlmethode bieten 52 Prozent der Top-1000-Online-Shops an. Am weitesten verbreitet ist Sofortüberweisung (50 Prozent). Giropay – ein Bezahlverfahren, das die deutsche Kreditwirtschaft entwickelt hat – ist in acht Prozent der Shops verfügbar.
Eines der herkömmlichen, aber noch immer sehr relevanten Bezahlsysteme ist der Kauf per Lastschrift. Dies ist mit rund 45 Prozent in vielen der Top-1000-Online-Shops möglich. Von Verbraucherschützern wird die Zahlweise als zweitbeste Lösung nach der Rechnung empfohlen. Hierbei gibt der Kunde zwar seine Kontodaten preis, wenn unrechtmäßig Geld eingezogen wurde, kann er dies jedoch einfach von der Bank zurückbuchen lassen. Das Gleiche gilt auch für die Zahlung mit einer Kreditkarte.
Bei vielen Bezahlmethoden ist die breite Verfügbarkeit also gegeben – Tendenz steigend: So zeigt der Jahresvergleich 2012 zu 2013, dass die Sichtbarkeit der E-Wallet-Angebote deutlich gestiegen ist: von rund 74 auf 82 Prozent. Auch beim Rechnungskauf (von 50 auf 55 Prozent) und beim Online-Banking (von 46 auf 52 Prozent) gab es einen Zuwachs. Weniger sichtbar sind dagegen Bezahlsysteme wie beispielsweise Zahlung bei Abholung.
Auch, wenn Paypal bei den E-Wallets noch der Platzhirsch ist: Eine Monopolstellung eines einzelnen Systems zeichnet sich nicht ab. „Am Markt der Bezahlsysteme herrscht echter Wettbewerb, die Macht konzentriert sich nicht auf ein einzelnes System“, sagt Böckmann.
„Wir beobachten im E-Commerce-Bereich noch immer jährliche Wachstumsraten von bis zu 25 Prozent, der Kuchen ist also groß genug für eine Vielzahl von Anbietern.“ Und das Potenzial scheint noch nicht erschöpft, denn 2013 machten E-Commerce und Versandhandel mit zusammen rund 48 Milliarden Euro Umsatz erst elf Prozent des Gesamthandels aus. Auf E-Commerce allein entfielen 39 Milliarden.
Der Kunde hat also eine große Auswahl und kann sich das System aussuchen, das ihm am besten gefällt. (Mehr zur Funktionsweise der einzelnen Angeboten ab Seite 4). Doch wie steht es mit der Sicherheit? „Sicher sind die Anbieter für die Verbraucher alle, sie müssen strenge Vorgaben des Gesetzgebers erfüllen, um ihr Bezahlsystem an den Markt zu bringen“, sagt Böckmann vom bevh. Eine mögliche Gefahr lauert jedoch von außen: Phishing-Mails.
„Die Hauptgefahr besteht bei Online-Bezahlsystemen nicht darin, dass die Unternehmen schlampig mit den Kundendaten umgehen“, sagt auch Ralf Scherfling, Finanz- und IT-Experte der Verbraucherzentrale NRW. „In Phishing-Mails werden Verbraucher dazu aufgefordert, ihre Daten auf Seiten einzugeben, die den Originalportalen täuschend ähnlich sehen.“ Grundsätzlich gilt jedoch: Anbieter von Bezahlsystemen werden nie mit solchen Mails zur Dateneingabe auffordern. „Wer dennoch unsicher ist, sollte mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen – allerdings nicht über die Mail-Adresse, die in der potenziellen Phishing-Mail genannt ist“, rät Scherfling.
Außerdem wichtig: „Noch bevor man sich überhaupt mit den Vor- und Nachteilen einzelner Bezahlsysteme beschäftigt, sollte der eigene Computer gut gegen Trojaner und Viren geschützt sein“, sagt der Verbraucherschützer. Ohne aktuellen Virenschutz sollte man seine Aktivitäten im Internet gar nicht erst beginnen. „Die Zahl der Phishing-Angriffe ist auf einem gleichbleibend hohen Niveau, denn für Kriminelle ist diese Betrugsvariante sehr günstig“, sagt Scherfling. Wer einmal die E-Mail-Adressen habe, könne sie immer wieder für neue Schad-Mails nutzen.
Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt in Zusammenhang mit Bezahlsystem-Anbietern hauptsächlich vor einer Anfälligkeit für Phishing. Außerdem wird zum Teil bemängelt, dass die Transaktionen nicht zusätzlich durch E-Token oder TANs gesichert werden. Umso wichtiger ist es, dass Nutzer – sofern dies von den Bezahlsystemen unterstützt wird – ein sicheres Passwort wählen.
Neben der Sicherheit geht es den Kunden auch um Bequemlichkeit: „Viele wollen sich keine langen Kontonummern und Passwörter merken. Je einfacher eine Bestellung abgewickelt werden kann, desto mehr Spaß macht es dem Kunden und desto geringer sind auch die Abbruchraten“, sagt Böckmann und nennt damit das Hauptproblem der Onlinehändler. „Aktuell ist das Fehlen der gewünschten Zahlungsart mit Abstand die häufigste Ursache für einen Abbruch des Bestellvorgangs“, sagt der E-Commerce-Experte. Daneben schreckt auch ein zu komplizierter Bestellvorgang die Kunden vom Kauf ab.
Wie die einzelnen Bezahlsysteme funktionieren, lesen Sie auf den nächsten Seiten.
Einfach, schnell und sicher bezahlen – damit wirbt Paypal. Die Ebay-Tochter ist der Platzhirsch unter den E-Wallet-Anbietern. Laut Online-Payment-Studie des EHI entfallen im E-Commerce 20 Prozent der Umsätze auf Paypal und das System ist in 82 Prozent der Top-1000-Onlineshops verfügbar.
Wie funktioniert das System?
Der Kunde richtet sich ein Paypal-Konto ein und hinterlegt dort seine Bank- oder Kreditkartendaten. Wenn er später an der Online-Kasse mit Paypal bezahlt, muss er keinerlei Konto- oder Kreditkarteninformationen eingegeben, sondern nur seine E-Mail-Adresse und ein Passwort.
Zudem sind die Zahlungen per Paypal-Käuferschutz abgesichert. „Sollte bei einem Kauf also einmal etwas schief gehen, erstattet Paypal den vollen Kaufpreis und die Versandkosten, wenn die Ware nicht verschickt wurde oder so gar nicht der Beschreibung entspricht“, so das Versprechen des Anbieters.
Erfahren Sie hier, wie Sie sich bei Paypal eine Überweisung zurückholen.
Zu den E-Wallet-Angeboten zählt auch Bezahlen über Amazon. Laut EHI-Payment-Studie 2013 ist das System in sieben Prozent der Top-1000-Onlineshops verfügbar.
Wie funktioniert das System?
Das Bezahlsystem richtet sich an Kunden von Amazon, die dort bereits ihre Zahlungs- und Adressinformationen hinterlegt haben. Um auf einer Website eines anderen Online-Händlers zu bezahlen, müssen sie sich dort nur mit ihren Amazon-Logindaten anmelden.
Eine erneute Eingabe der Daten ist nicht nötig. Die Konto- oder Kreditkartendaten werden nicht an den Händler weitergegeben. Die Zahlung wird veranlasst, sobald der Händler den Versand bestätigt hat. Zudem bietet Amazon eine sogenannte A-bis-Z-Garantie für den Zustand und die rechtzeitige Lieferung der Ware.
Laut EHI-Payment-Studie 2013 ist Clickandbuy in rund drei Prozent der Top-1000-Onlineshops verfügbar. Das System zählt ebenfalls zu den E-Wallet-Angeboten.
Wie funktioniert das System?
Der Kunde muss sich bei Clickandbuy registrieren und seine Adress- und Zahlungsdaten hinterlegen. Bei der Zahlung im Onlineshop gibt er dann nur seinen Benutzernamen und sein Passwort an. Er kann zwischen verschiedenen Bezahlmethoden wie Lastschrift, Sofortüberweisung, Zahlung per Kreditkarte oder mit vorher aufgeladenem Prepaidguthaben wählen.
Die Kontodaten werden nicht an den Händler weitergeleitet. „Kunden sind durch den Käuferschutz auch im Fall von nicht gelieferten Versandartikeln finanziell abgesichert“, so das Unternehmen.
Sofortüberweisung gehört seit März 2014 zur Klarna Group. Das Verfahren zählt zu den digitalen Online-Banking-Systemen. Laut EHI-Payment-Studie 2013 ist es in jedem zweiten der Top-1000-Onlineshops verfügbar.
Wie funktioniert das System?
Eine Registrierung ist bei Sofortüberweisung nicht nötig, die persönlichen Adress- und Kontodaten werden nicht beim Anbieter gespeichert. Stattdessen gibt der Kunde im Onlineshop seine Adresse an und zahlt dann in drei Schritten: Zunächst gibt er seine Bankleitzahl an, dann die Kontonummer und die Online-Banking-PIN und im letzten Schritt seine TAN. Sobald der Kunde die Sofortüberweisung abgeschlossen hat, erhält der Händler eine Bestätigung und kann die Ware versenden.
Das Verfahren funktioniert bankunabhängig, die Daten werden über ein Zahlungsformular von Sofortüberweisung erfasst. Der Kunde wird nicht auf die Seite seiner Hausbank weitergeleitet. Genau das sorgt jedoch für Streit, denn in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen verbieten viele Banken eine solche Weitergabe der Daten.
Konkurrent Giropay hat in diesem Zusammenhang bereits im Jahr 2010 beim Landgereicht Köln eine Klage wegen unlauteren Wettbewerbs eingereicht. Zu einer Entscheidung kam es bisher jedoch nicht. Das Verfahren ist ausgesetzt, da das Gericht noch auf eine Bewertung des Bundeskartellamts wartet. Dieses prüft, ob die Banken-AGB mit dem Kartellrecht vereinbar sind. In einer vorläufigen Einschätzung geht es davon aus, dass die AGB den Wettbewerb von Online-Bezahldiensten beschränken. Bliebe es dabei, wäre das ein Sieg für Sofortüberweisung. Dort hält man den Vorwurf der AGB-Verletzung (Verbot der Weitergabe von PIN und TAN an Dritte) für falsch. „Nutzer der Sofortüberweisung verstoßen nicht gegen die AGB ihrer Banken und können das Direktüberweisungsverfahren ohne Bedenken nutzen“, so ein Sprecher des Unternehmens.
Gerichtlich gesichert ist das noch nicht. Das Unternehmen sichert jedoch zu, dass Kunden von möglichen Vermögensschäden freigestellt werden, falls es doch zu einem Missbrauch seiner über das System versendeten Daten komme.
Außerdem: Ein Käuferschutz gehört bei Sofortüberweisung nicht zum Standard, sondern wird nur von manchen Händlern angeboten. Der Käufer geht also mit der Überweisung in Vorleistung. Falls der Händler nicht liefert, muss er die Ware selbst auf dem Rechtsweg einfordern.
Das Online-Banking-System Giropay wurde innerhalb der deutschen Kreditwirtschaft entwickelt. Partner sind die Postbank, Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken. Laut EHI-Payment-Studie 2013 ist es in acht Prozent der Top-1000-Onlineshops verfügbar.
Wie funktioniert das System?
Der Kunde muss sich vorab nicht registrieren, sondern wählt im Onlineshop die Bezahlart Giropay. Aus dem Shop wird er zum Online-Banking seiner Bank oder Sparkasse weitergeleitet. Dort meldet er sich mit seinen Zugangsdaten an, bekommt dann eine Überweisung mit den Details des Kaufs angezeigt. Um die Überweisung auszuführen, muss er eine TAN eingeben.
Während der Kunde eine Bestätigung über die Zahlung erhält, wird auch an den Verkäufer eine Zahlungsgarantie übermittelt, so dass er die Ware versenden kann. Bei diesem Verfahren übermittelt der Kunde seine PIN und TAN nur an seine Bank. Kein Dritter hat Einblick in persönliche Daten.
Einen Käuferschutz gibt es bei Giropay nicht. Der Käufer geht also mit der Überweisung in Vorleistung. Falls der Händler nicht liefert, muss er die Ware selbst auf dem Rechtsweg einfordern.
Seit 2011 ist Billsafe zu 100 Prozent ein Paypal-Unternehmen und Teil der Ebay-Firmengruppe. Billsafe ist eines jener Systeme, die quasi als Bürge zwischen Käufern und Verkäufern auftreten. Laut EHI-Payment-Studie 2013 ist es in mehr als sieben Prozent der Top-1000-Onlineshops sichtbar.
Wie funktioniert das System?
Der Kunde gibt im Onlineshop seine Adressdaten an und wählt als Bezahlmethode die Billsafe-Rechnung. Der Händler verschickt anschließend die Ware und die Rechnung an den Kunden. Der Käufer kann die Ware prüfen und überweist dann den Rechnungsbetrag an Billsafe. Wie bei einem herkömmlichen Kauf auf Rechnung muss der Kunde seine Kontodaten nicht online angeben.
Für den Händler hat das System den Vorteil, dass er sein Geld von Billsafe bekommt – auch dann, wenn der Kunde nicht gezahlt hat. Um ein etwaiges Eintreiben der Forderungen muss sich der Händler also nicht kümmern. Der Kunde wiederum profitiert, da er vor Erhalt der Ware nicht in Vorleistung gehen muss.
Das Unternehmen Klarna hat seinen Ursprung in Schweden. Seit März 2014 gehören Klarna und die Angebote der Sofort AG zur Klarna Group. Diese ist damit nach eigenen Angaben Europas führender Anbieter alternativer Zahlungslösungen.
Wie funktioniert das System?
Eine Registrierung ist bei Klarna Rechnung nicht nötig. Der Kunde gibt seine Adressdaten an und wählt Klarna Rechnung als Bezahlmethode. Nachdem er die Ware vom Händler erhalten hat, überweist er den Rechnungsbetrag an Klarna. Wie bei einem herkömmlichen Kauf auf Rechnung muss der Kunde seine Kontodaten nicht online angeben. Für den Händler hat auch dieses System den Vorteil, dass er sein Geld von Klarna bekommt – auch dann, wenn der Kunde nicht gezahlt hat Der Kunde wiederum profitiert, da er vor Erhalt der Ware nicht in Vorleistung gehen muss.
Zu den weiteren Angeboten von Klarna zählt der Ratenkauf, bei dem die einzelnen Rechnungen zu einer Monatsrechnung gesammelt werden, die erst Ende des folgenden Monats beglichen werden muss.
Daneben bietet Klarna einen sogenannten Checkout an. Dabei registriert sich der Kunde vorab und kann sich anschließend in den Shops mit seiner E-Mail-Adresse und Postleitzahl zum Bezahlen anmelden. Dabei stehen ihm dann verschiedene Zahlungsarten wie Sofortüberweisung, Kreditkarte oder Klarna Rechnung zur Verfügung.
Im Internet einkaufen, mit Bargeld zahlen – das ist das Prinzip von Barzahlen. In Sachen Bequemlichkeit bekommt dieses Zahlungssystem keine Bestnoten, doch bei der Sicherheit kann es punkten.
Wie funktioniert das System?
Barzahlen richtet sich insbesondere an Internetnutzer, die aus Sicherheitsbedenken bisher gar nicht im Internet gekauft haben, da sie online keine sensiblen Finanzdaten angeben möchten. Zum anderen ist Barzahlen für Kunden interessant, die nicht über ein Bankkonto oder eine Kreditkarte verfügen.
Um Barzahlen nutzen zu können, muss sich der Kunde nicht registrieren. Er wählt im Onlineshop einfach die Zahlungsart „Barzahlen“ aus. Bei Bestellabschluss bekommt er einen Zahlschein zum Ausdrucken oder einen Zahlcode als SMS auf sein Handy. Damit geht er in eine der deutschlandweit 3000 Filialen der Barzahlen-Partner dm-Drogerie, Real, Mobilcom Debitel oder Telekom und zahlt dort den fälligen Betrag. Der Online-Shop wird in Echtzeit über die Zahlung informiert und kann die Ware verschicken. Für den Fall, dass der Händler die Ware nicht liefert, bietet Barzahlen einen Käuferschutz.