Altersvorsorge: Das möchte die Bundesregierung jetzt für die Rente verändern
Köln. In Berlin wird viel gestritten. Vergleichsweise ruhig arbeiten zwei Ministerien an einer Reform der Altersvorsorge. Im Bundesfinanzministerium feilen die Fachleute an den letzten Details zum sogenannten Altersvorsorgedepot. Beobachtern zufolge könnte es für Deutschland einen Umbruch bedeuten.
Der Verzicht auf Kapitalgarantien und eine Zwangsverrentung des angesparten Kapitals wären eine grundlegende Veränderung der Altersvorsorge in Deutschland. Zudem will das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Anreize für die betriebliche Altersvorsorge erhöhen. Betriebsrentenstärkungsgesetz, kurz BRSG II, nennt sich das Vorhaben.
Die geplanten Gesetze würden die Attraktivität der Altersvorsorge erhöhen. Und: Aktien haben in Zukunft eine größere Bedeutung für die Rente. Für 58 Prozent der befragten Erwerbstätigen wäre ein staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot ein Grund, Wertpapiere für die Altersvorsorge zu nutzen, wie aus einer aktuellen Umfrage der Postbank hervorgeht.
Altersvorsorgedepot: Aktiv gemanagte Fonds und ETFs möglich
Wie das Altersvorsorgedepot aussehen könnte, erklärt Florian Toncar, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium: „Wir planen, der geförderten privaten Altersvorsorge neues Leben einzuhauchen.“
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